Autor: PharmaFlash

Ticker im April 2006

Klar, übersichtlich und barrierefrei: das war die Vorgabe für den neuen Internetauftritt der nach eigenen Angaben größten Versandapotheke Europas DocMorris. Die Benutzerfreundlichkeit wird durch „Personas“ erreicht: Dahinter verbergen sich fiktive Kunden, die alle wichtigen Eigenschaften realer Internetnutzer vereinen – ergänzt um die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden von DocMorris. Ausführende Agentur war Elephant Seven.
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Das Nachschlagewerk „Onkologie-Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie“ aus dem Germeringer Verlag W. Zuckerschwerdt ist sowohl als Buch als auch online verfügbar. Zum Download stehen u.a. Therapieschemata und Bilder für Palm und Pocket-PC zur Verfügung. Konzipiert und Realisiert wurde das Online-Angebot von Datapharm New Media ebenfalls aus Germering bei München. Sponsor ist Ribosepharm.
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Ab Juli dieses Jahres übernimmt G+J EMS Gruner-Jahr die Vermarktung von www.NetDoktor.de Die Seite verzeichnet monatlich rund sieben Millionen Page Impressions. Andere Kunden von G+J EMS sind Handy.de, Travelchannel.de und Autobild.de (bge)

Gesundheitswesen: CD und DVD leben nicht lang genug

Deutschland zählt zu den Staaten mit der höchsten Bürokratie-Rate, Beispiel ist die Unzahl von Formularen, Vorgängen und Akten in Kliniken und Praxen. Dort werden jährlich rund 5 Milliarden neue Dokumente erzeugt, die bis zu 30 Jahre lang aufbewahrt werden müssen. Die Kosten betragen mindestens 2,5 Milliarden Euro/a. Dabei sind die Kassen, die Ämter oder die (Pharma-) Industrie noch nicht erfasst.
Die Zahlen kommen vom Projekt ArchiSig. Es möchte das rechtssichere Lagerungsproblem mittels der automatisierten Verwaltung digitaler Signaturen lösen. ArchiSig ist Teil des Projektes „nestor“, das die Sensibilität für die Problematik der Langzeitarchivierung schärfen soll. Gewarnt wird vor der Überschätzung der Haltbarkeit von selbstgebrannten CDs und DVDs: Nach Auskunft von Kurt Gerecke, Physiker bei IBM, kann man nur von maximal fünf Jahren ausgehen. Zitat: „Billige CDs, die massenweise im Stapel beim Aldi oder anderswo gekauft werden können, sollten nach 2 bis 2,5 Jahren überspielt werden“.

Burda-Siemens goes e-Healthcare

Die Chefs von Burda und Siemens, die Dres. Hubert Burda und Klaus Kleinfeld, gaben sich in Berlin auf dem Health Day die Ehre. Und beschlossen die künftige Zusammenarbeit ihrer Unternehmen im Thema Gesundheit. Das erste Projekt soll die elektronische Gesundheitsakte (eGA) sein. Dabei handelt es sich um eine Informations- und Kommunikationsplattform für medizinisch relevante Information über einen Patienten, die nur mit dessen Zustimmung verfügbar ist.
Vereinfacht gesagt: die IT von Siemens, die Inhalte, das Marketing und die PR von Burda. Die sprachliche Ähnlichkeit zur derzeit getesteten eGesundheitskarte ist kein Zufall: Die eGA ist gewissermaßen ihre zweite Stufe bzw. eine Ergänzung dazu, sie gehört zum Geschäftsbereich Hubert Burda Health.

Noch mehr Aktuelles im Maerz 2006

Die Domain restless-legs.de kaufte sich Boehringer Ingelheim zum Schnäppchenpreis von 7.500,- Euro. Beendet wurde auch der Streit um www.aventis.de Diese Domain wollte ein Künstler mit eben diesem Pseudonym der Pharmafirma streitig machen, als Ausgleich verlangte er eine Millionen Euro. Jetzt entschied das Landgericht Frankfurt, dass der Künstler keine Ansprüche hat. Das Urteil steht unter www.rechtsanwaltmoebius.de
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Der PM-Report ist in seinem 25. Erscheinungsjahr online gegangen. Den noch im Aufbau begriffenen Auftritt verantwortet Christian Sachse, auch Chefredakteur von www.medizinauskunft.de sowie ehemals Health-Online-Service Burda und almeda.de
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Die Ludwigshafener Cyperfection konzipierte für Roche Diagnostics die Produkt-Website für das Messgerät zur Blutgerinnung. Der Auftritt fasst neun Länder-Websites unter einem Dach zusammen, so ”sollen Synergien genutzt” werden.

Aktuelles im Maerz 2006

Die Karlsruher Intarsys Consulting bringt in Kooperation mit dem Erlanger Verlag Procompliance eine neue Lösung “PICS and CABAReT” für die Patientenaufklärung am Krankenbett: Ärzte sollen mit Patienten auf Tablet-PCs die Bögen ausfüllen.
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Unter dem sinnigen Namen Stolperstein steht ein Portal für Beinamputierte und Orthopädietechniker zur Verfügung. Es soll den Austausch von Betroffenen untereinander sowie mit Kliniken, Kostenträgern, orthopädischen Werkstätten, Vereinen und Nichtbehinderten unterstützen. Der Geschäftsbereich Prothetik der medi Bayreuth betreibt das Projekt.
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Das von der Pharmabranche meist skeptisch beäugte ”unabhängige, private und gemeinnützige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen” stellt Gesundheitsinfos für Laien im Netz zur Verfügung. Alles ist evidenzbasiert von A-Z von Allergie bis Zähne und verständlicherweise noch nicht vollständig ausgebaut. konkrete Handlungsanweisungen oder Wirkstoffe werden nicht geannnt.

Fachaerzte und Hausaerzte im Netz

Die Hamburger “Facharzt.de Publishing Services GmbH” firmiert seit Anfang März unter “ärztenachrichtendienst Verlagsgesellschaft mbH”. Das hat einen guten Grund: der Betreiber der Plattform www.facharzt.de ist nun auch zuständig für die Versorgung der Hausarzt-Kollegen mit Nachrichten.
In Kooperation mit dem Deutschen Hausärzteverband, der eine Rubrik im sonst redaktionell unabhängigen Portal belegt, geht hausarzt.de an den Start. Die Homepages haben eine sehr große Ähnlichkeit, doch soll die neue keine Kopie des erfolgreichen Fach-Pendants sein, wie Chefredakteur Dr. Bernd Guzek erklärt: “Natürlich werden wir speziell für Hausärzte interessante Themen anbieten, … Dafür haben wir uns auch gerade noch einmal redaktionell verstärkt.” Die Domain hausarzt.de gehörte vormals einem Anbieter von Praxisdienstleistungen aus Espelkamp. Ein einschlägiger Newsletter meldete einen Kaufpreis von mehr als 20.000 Euro, diese Summe wurde aus Hamburg allerdings dementiert.