Online geht was

Die Corona-Krise befeuert augenscheinlich die Digitalisierung. Home-Office allerorten, das Bezahlen mit EC-Kontaktkarte auch bei Kleinbeträgen und manch anderes klang in Deutschland noch vor einem Jahr wie Science-Ficton. Auch im Gesundheitsbereich breiten sich Online-Modelle immer mehr aus. Die AU per Telefon stellt nur eine eher untypische Facette dar, der Zug scheint in Richtung Online-Vollversorgung zu fahren. Dabei kommt es aber auch manchmal zu Startschwierigkeiten. Ein Beispiel mag die Posse um das ehemalige Start-Up teleclinic.de sein.
Das Unternehmen wurde 2020 vom nach eigenen Angaben europäischen Marktführer „Zur Rose“ (u. a. Mutter von DocMorris) für einen „mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ übernommen. Der Kaufpreis scheint nicht das Problem, angeblich schwimmen die Schweizer in Geld: [Zur Rose:] Hammer-Zahlen. Geld regiert die WeltEs gab allerdings massiven Ärger um das Einlösen der Rezepte in „herkömmlichen“ Offline-Apotheken. Interessanterweise sucht man den Hinweis auf die Mutterfirma in der Selbstdarstellung der TeleClinic vergeblich – warum auch immer (ich habe jedenfalls nichts gefunden …)
Ohne knirschende Geräusche

startet dagegen das Portal von DeGruyter mit ehrgeizigen Zielen. Bei diesem wissenschaftlichen Schwergewicht kann man wohl zu recht kompetente, seriöse Inhalte erwarten. Schon länger, in Internet-Zeiteinheiten sogar sehr lange ist onmeda.de am Start. Jetzt hat es die Funke Mediengruppe von der Kölner gofeminin.de (mit französischen Gesellschaftern) übernommen. Diese Investition – vermeintlich in hoch einstelliger Millionenhöhe – rundet das bereits vorhanden Portfolio ab, siehe gesundheit.de und lifeline.de.

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