Burda-Siemens goes e-Healthcare

Die Chefs von Burda und Siemens, die Dres. Hubert Burda und Klaus Kleinfeld, gaben sich in Berlin auf dem Health Day die Ehre. Und beschlossen die künftige Zusammenarbeit ihrer Unternehmen im Thema Gesundheit. Das erste Projekt soll die elektronische Gesundheitsakte (eGA) sein. Dabei handelt es sich um eine Informations- und Kommunikationsplattform für medizinisch relevante Information über einen Patienten, die nur mit dessen Zustimmung verfügbar ist.
Vereinfacht gesagt: die IT von Siemens, die Inhalte, das Marketing und die PR von Burda. Die sprachliche Ähnlichkeit zur derzeit getesteten eGesundheitskarte ist kein Zufall: Die eGA ist gewissermaßen ihre zweite Stufe bzw. eine Ergänzung dazu, sie gehört zum Geschäftsbereich Hubert Burda Health.

Noch mehr Aktuelles im Maerz 2006

Die Domain restless-legs.de kaufte sich Boehringer Ingelheim zum Schnäppchenpreis von 7.500,- Euro. Beendet wurde auch der Streit um www.aventis.de Diese Domain wollte ein Künstler mit eben diesem Pseudonym der Pharmafirma streitig machen, als Ausgleich verlangte er eine Millionen Euro. Jetzt entschied das Landgericht Frankfurt, dass der Künstler keine Ansprüche hat. Das Urteil steht unter www.rechtsanwaltmoebius.de
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Der PM-Report ist in seinem 25. Erscheinungsjahr online gegangen. Den noch im Aufbau begriffenen Auftritt verantwortet Christian Sachse, auch Chefredakteur von www.medizinauskunft.de sowie ehemals Health-Online-Service Burda und almeda.de
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Die Ludwigshafener Cyperfection konzipierte für Roche Diagnostics die Produkt-Website für das Messgerät zur Blutgerinnung. Der Auftritt fasst neun Länder-Websites unter einem Dach zusammen, so ”sollen Synergien genutzt” werden.

Aktuelles im Maerz 2006

Die Karlsruher Intarsys Consulting bringt in Kooperation mit dem Erlanger Verlag Procompliance eine neue Lösung “PICS and CABAReT” für die Patientenaufklärung am Krankenbett: Ärzte sollen mit Patienten auf Tablet-PCs die Bögen ausfüllen.
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Unter dem sinnigen Namen Stolperstein steht ein Portal für Beinamputierte und Orthopädietechniker zur Verfügung. Es soll den Austausch von Betroffenen untereinander sowie mit Kliniken, Kostenträgern, orthopädischen Werkstätten, Vereinen und Nichtbehinderten unterstützen. Der Geschäftsbereich Prothetik der medi Bayreuth betreibt das Projekt.
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Das von der Pharmabranche meist skeptisch beäugte ”unabhängige, private und gemeinnützige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen” stellt Gesundheitsinfos für Laien im Netz zur Verfügung. Alles ist evidenzbasiert von A-Z von Allergie bis Zähne und verständlicherweise noch nicht vollständig ausgebaut. konkrete Handlungsanweisungen oder Wirkstoffe werden nicht geannnt.

Fachaerzte und Hausaerzte im Netz

Die Hamburger “Facharzt.de Publishing Services GmbH” firmiert seit Anfang März unter “ärztenachrichtendienst Verlagsgesellschaft mbH”. Das hat einen guten Grund: der Betreiber der Plattform www.facharzt.de ist nun auch zuständig für die Versorgung der Hausarzt-Kollegen mit Nachrichten.
In Kooperation mit dem Deutschen Hausärzteverband, der eine Rubrik im sonst redaktionell unabhängigen Portal belegt, geht hausarzt.de an den Start. Die Homepages haben eine sehr große Ähnlichkeit, doch soll die neue keine Kopie des erfolgreichen Fach-Pendants sein, wie Chefredakteur Dr. Bernd Guzek erklärt: “Natürlich werden wir speziell für Hausärzte interessante Themen anbieten, … Dafür haben wir uns auch gerade noch einmal redaktionell verstärkt.” Die Domain hausarzt.de gehörte vormals einem Anbieter von Praxisdienstleistungen aus Espelkamp. Ein einschlägiger Newsletter meldete einen Kaufpreis von mehr als 20.000 Euro, diese Summe wurde aus Hamburg allerdings dementiert.

Werbeplattform der Zukunft

Online- und PC-Spiele sind ein wahrer Mega-Markt. In Deutschland wurde 2005 dafür ungefähr eine Milliarde Euro ausgegeben für Konsolen und Gebühren bei einer Zuwachsrate von mindestens 15%. Eine Schätzung der Yankee Research Group soll der Markt im Jahre 2009 weltweit 800 Milliarden US Dollar schwer sein. Jeder Dritte zwischen 14 und 35 Jahren spielt regelmäßig. Damit die virtuellen Welten möglichst real wirken, finden sich z.B. an den Banden der Rennstrecken “echte” Werbung von DaimlerChrysler, der Konzern soll erstaunliche zehn Prozent seines Werbebudgets bereits in Games gehen lassen –und weggeschaut oder weggezappt wird hier eben nicht.
Hier tut sich ein neuer Markt für findige Agenturen und Dialogmarketer der Pharmabranche auf, die in dieser Nische bisher scheinbar nicht vertreten ist. Schließlich benötigen Spieler und ihre Figuren auch Nahrungsergänzung, Kopfschmerz- und Potenzmittel etc.
Die Branche der “In-Game Advertising” Firmen ist organisiert in den IGA Partners Worldwide (IGAPW) mit Niederlassungen in New York, London und Berlin. Einen Einblick in Szene lässt sich Ende März in Berlin gewinnen: dort findet der “3. Games for Marketing World Kongress” statt.

Nischen-Portale

Jedem Portal seine Nische – was sich auf den ersten Blick wie ein Widerspruch in sich anhört, kann auch ein erfolgreiches Geschäftsmodell sein. Die drei folgenden Beispiele versuchen es in dieser Richtung.
Das Gesundheitsportal Nature Power will das sein, wonach es sich benennt. Abwehrkräfte stärken, Gesundheit und Ernährung stehen im Fokus. Das Motto: “Naturheilkunde bedeutet nicht, die Symptome von Krankheiten zu kurieren. Sie beseitigt deren Ursachen”. Den wöchentlichen Newsletter lesen mehr als 4.000 Abonnenten.
Mit mehr Inhalten, zusätzlichen Features und neuen Dienstleistungen geht nach großem Relaunch das Infoportal www.mycommunications.de für Journalisten und Mediziner an die Zielgruppe. Neben der Konzeption für die Medizin- und Pharma-Branche und der Tätigkeit als Content-Provider arbeitet die my communications verstärkt als redaktionelle und technische Full-Service-Agentur.
Das bundesweit umfangreichste Verzeichnis von Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen und Fördereinrichtungen ist online verfügbar. Ungefähr 36.000 Adressen finden sich in der Original-Datenbank, die bereits von anderen Anbietern lizensiert wurde.