Such die Alternative!

Alternatives und Bio boomt in den westlichen Industrieländern. Immer mehr Menschen sind bereit, für ihr Wohlergehen mehr Geld auszugeben – allerdings nur, wenn sie sich vorher eingehend informiert haben. Und das geschieht auch in Sachen alternative Gesundheitsfragen vor allem über das Web. Das Spektrum ist breit, ein Beispiel von vielen ist das „Gesundheits-Netzwerk“.
Gründerin Heidi Hotel: „Gespräche mit Freunden, Vertrauten, und Experten können wichtige Entscheidungshilfen sein. In Fragen der gesamtheitlichen Gesundheit sorgen wir mit neuartiger Social Network Technologie für bessere Aufklärung … und fördern den Erfahrungsaustausch der Interessenten untereinander.“ Weitere Beispiele siehe www.artabana.de www.naturkost.de oder unter dir.web.de/Gesundheit+&+Medizin/Alternative+Medizin/
In den USA wurde die nach eigenen Angaben eine der umfassendsten Suchmaschinen bzw. Quellensammlung zu diesem Gebiet entwickelt www.alternativemedicine.com Das Portfolio besteht u.a. aus den 150 häufigsten Beschwerden und ihre Behandlung, einem Katalog der Heilkräuter, einem Führer zu Wechselwirkungen zwischen pharmakologischen Medikamenten und Naturmitteln sowie einem Archiv.

Noch mehr Aktuelles im Juni 2006

Für den Relaunch und den Ausbau des Portals www.qualimedic.de stehen Finanzmittel in sechsstelliger Höhe bereit. Damit soll die Kernkompetenz der Arzt-Patient-Kommunikation gestärkt werden: „Ein Medizinlexikon ins Internet bringen kann jeder, aber eine Online-Poliklinik mit 53 Beratungssprechstunden haben nur wir“, meinte Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Dr. Norbert Schmitz-Koep. Er sieht in der ärztliche Beratung eine Alleinstellung im Vergleich zu allen anderen Gesundheitsportalen.
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Das Portal www.lifeline.de hat sich ein neues Design und eine neue Struktur verpasst (tatsächlich wurde alles in-house mit den eigenen Ressourcen erledigt). Damit konzentriert man sich auf die Schwerpunkte Information und Service, u.a. in den Rubriken „Medizin verstehen“, „Symptomsuche“ und „Zielgruppenportale“. Dazu gibt es Diskussionsforen und Expertenräte.
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Die börsennotierte Kölner DocCheck erwirbt mit Wirkung zum 1. Juli dieses Jahres über ein Tochterunternehmen die Mehrheit (84,6%) an „Albert Geisselmann Medizinbedarf“ zu einem nicht genannten Preis. Vorher hielten die Rheinländer 33,3%, Geisselmann soll als Standort Ost für die Handels- und Logistkaktivitäten ausgebaut werden.

Bewertungen, Ranking, Register

Eine Navigationshilfe will das „Gesundheitsregister“ sein. Die Studie „Benchmarking Websites Pharma 2005“ bewertet zum siebten mal die Wertigkeit der Internetauftritte von Pharmaunternehmen für Patienten, Ärzte und Apotheker. Mehr als 2200 Angebote von 100 Firmen wurden ermittelt, 1.200 für Patienten und 1.000 für Fachkreise.
Das Benchmarking erfolgte anhand eines Bewertungsrasters getrennt für Patienten und Fachkreise. Außerdem wurde nach 18 Krankheitsbildern indiziert. In den Top Ten finden sich in wechselnder Reihenfolge fast alle Unternehmen, große und kleine, forschende und Generika-Anbieter. Das Benchmarking-Projekt ist eine Initiative von ConSert Online Service Pharma und dem Privaten Institut für Medizin & Gesundheitspflege. www.gesundheitsregister.de

Aktuelles im April 2006

Die internationale „Gesellschaft zum Übermäßigen Schwitzen“ startete ihr englisches Angebot www.sweathelp.org Dort gibt es u.a. Auszüge aus dem 50-Seiten-Buch „Teen Sweat 101“, Tipps zur Vermeidung und Beeinflussung der Transpiration. Ungefähr 3% der westlichen Bevölkerung leiden an so starkem Schwitzen, dass ihr soziales Leben eingeschränkt ist und/oder psychische Belastungen entstehen. Insbesondere Jugendliche fühlen sich belastet.
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Das Anwerben von Probanden kann die Zeit von der Entwicklung bis zur Vermarktung („time to market“) von Produkten der Pharma- und Medizintechnik-Industrie signifikant verkürzen. Dieses Ergebnis weist die Studie „Accelerating Clinical Trials: Budgets, Patient Recruitment and Productivity“ erstmals definitiv nach. Immerhin „vergeudet“ jeder nicht genutzte Tag bei Blockbustern bis zu 8 Millionen Euro. Als Beispiel führen die Autoren die Studien-Homepage von Merck an, die mehr Wirkung hatte als Rundfunk- und Anzeigenwerbung. Eine kostenlose Zusammenfassung unter www.acceleratedclinicaltrials.com
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Die Anfang April gelaufene Themenwoche Krebs innerhalb der ARD fand ihren Niederschlag im Mini-Portal. Es gibt Infos zu allen Aspekten der Krankheit von Früherkennung und Prävention, Leben mit Krebs bis hin zu Chancen gegen Krebs.
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Der Thieme-Verlag bietet auf seinen Studentenseiten Via medici Kliniken die Möglichkeit, sich auf Imageseiten ihren zukünftigen Mitarbeitern vorzustellen. Für ehemalige Studenten gibt es auch eine Ärzte-Jobbörse. Via medici erzielt monatlich rund 350.000 Page-Impressions.

Ticker im April 2006

Klar, übersichtlich und barrierefrei: das war die Vorgabe für den neuen Internetauftritt der nach eigenen Angaben größten Versandapotheke Europas DocMorris. Die Benutzerfreundlichkeit wird durch „Personas“ erreicht: Dahinter verbergen sich fiktive Kunden, die alle wichtigen Eigenschaften realer Internetnutzer vereinen – ergänzt um die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden von DocMorris. Ausführende Agentur war Elephant Seven.
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Das Nachschlagewerk „Onkologie-Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie“ aus dem Germeringer Verlag W. Zuckerschwerdt ist sowohl als Buch als auch online verfügbar. Zum Download stehen u.a. Therapieschemata und Bilder für Palm und Pocket-PC zur Verfügung. Konzipiert und Realisiert wurde das Online-Angebot von Datapharm New Media ebenfalls aus Germering bei München. Sponsor ist Ribosepharm.
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Ab Juli dieses Jahres übernimmt G+J EMS Gruner-Jahr die Vermarktung von www.NetDoktor.de Die Seite verzeichnet monatlich rund sieben Millionen Page Impressions. Andere Kunden von G+J EMS sind Handy.de, Travelchannel.de und Autobild.de (bge)

Gesundheitswesen: CD und DVD leben nicht lang genug

Deutschland zählt zu den Staaten mit der höchsten Bürokratie-Rate, Beispiel ist die Unzahl von Formularen, Vorgängen und Akten in Kliniken und Praxen. Dort werden jährlich rund 5 Milliarden neue Dokumente erzeugt, die bis zu 30 Jahre lang aufbewahrt werden müssen. Die Kosten betragen mindestens 2,5 Milliarden Euro/a. Dabei sind die Kassen, die Ämter oder die (Pharma-) Industrie noch nicht erfasst.
Die Zahlen kommen vom Projekt ArchiSig. Es möchte das rechtssichere Lagerungsproblem mittels der automatisierten Verwaltung digitaler Signaturen lösen. ArchiSig ist Teil des Projektes „nestor“, das die Sensibilität für die Problematik der Langzeitarchivierung schärfen soll. Gewarnt wird vor der Überschätzung der Haltbarkeit von selbstgebrannten CDs und DVDs: Nach Auskunft von Kurt Gerecke, Physiker bei IBM, kann man nur von maximal fünf Jahren ausgehen. Zitat: „Billige CDs, die massenweise im Stapel beim Aldi oder anderswo gekauft werden können, sollten nach 2 bis 2,5 Jahren überspielt werden“.