Autor: PharmaFlash

Online sein und online kaufen

Eine Studie untersuchte die Internetnutzung von Ärzten in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien. Das auf Dienstleistungen im Gesundheitswesen spezialisierte Institut Manhattan Research befragte mehr als 1.000 Ärzte. Das Fazit: „Obwohl die große Mehrheit der Ärzte bereits Internetzugang besitzt, sehen wir weitere einzigartige strategische Möglichkeiten, die hauptsächlich durch kulturelle Unterschiede und Technologieangebote auf Länderebene entstehen. Einfacher gesagt, eine Imitation des amerikanischen Systems auf europäischen Märkte funktioniert nicht“. Eine kostenlose Ausgabe des Weißbuchs „Taking the Pulse Europe: Opportunities for Physician Marketing in the Networked Economy“ sowie eine Zusammenfassung sind online erhältlich.
Mindestens so internet-affin wie die Ärzte sind die Patienten: Gemäß einer Umfrage von www.ipsos.de bestellt jeder dritte Internetnutzer derzeit Arzneimittel über das Netz. 60 Prozent greift dabei zu rezeptfreien Arzneimitteln, jeder dritte bestellt sowohl freie als auch verschreibungspflichtige Mittel. Fast alle bestellen gleichzeitig für Partner und Freunde mit. Nicht nur deshalb nimmt die Zahl entsprechender Domains immer noch zu: für die Domain www.apotheke24.de wurden 10.000 Euronen gezahlt, für www.online-pharmacy.in 1.300 und für www.pillfinder.com sogar 12.280.

Aktuelles im Juni 2006

Mit einem eigenen Gesundheitsportal will die EU-Kommission ihren Bürgern bei der Beantwortung gesundheitlicher Fragen helfen. Unter health.europa.eu sollen Laien, Patienten, Fachleute und Wissenschaftler in allen 20 offiziellen EU-Sprachen – bisher nur Englisch und Französisch – Infos zu Themen wie Gesundheit von Kleinkindern, Bioterrorismus, ansteckende Krankheiten, Ernährung oder Krankenversicherung erhalten.
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Die Kosten für das weltweit größte IT-Vorhaben verdoppeln sich: Der britische Rechnungshof legte die neuesten Schätzungen vor. Die vollständige Umgestaltung des National Health Services mit moderner Technik soll nun statt ursprünglich 6,4 Milliarden Pfund 12,4 kosten (18,2 Milliarden Euro). In der Presse war sogar über drei- bis fünfmal so hohe Ausgaben spekuliert worden.
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Das mit Abstand größte US-Portal zur Gesundheit WebMD hat eine neue Suchfunktion freigeschaltet. Die „neue Generation der Information“, der WebMD Health Scan soll Patienten wie Fachleuten dabei unterstützen, die für sie relevanten Infos im Dschungel des Web zu finden. Dazu wurden die 800 meistgesuchten Themengebiete durch eigene Experten kategorisiert. WebMD erreicht monatlich mehr als 25 Millionen Nutzer.

Such die Alternative!

Alternatives und Bio boomt in den westlichen Industrieländern. Immer mehr Menschen sind bereit, für ihr Wohlergehen mehr Geld auszugeben – allerdings nur, wenn sie sich vorher eingehend informiert haben. Und das geschieht auch in Sachen alternative Gesundheitsfragen vor allem über das Web. Das Spektrum ist breit, ein Beispiel von vielen ist das „Gesundheits-Netzwerk“.
Gründerin Heidi Hotel: „Gespräche mit Freunden, Vertrauten, und Experten können wichtige Entscheidungshilfen sein. In Fragen der gesamtheitlichen Gesundheit sorgen wir mit neuartiger Social Network Technologie für bessere Aufklärung … und fördern den Erfahrungsaustausch der Interessenten untereinander.“ Weitere Beispiele siehe www.artabana.de www.naturkost.de oder unter dir.web.de/Gesundheit+&+Medizin/Alternative+Medizin/
In den USA wurde die nach eigenen Angaben eine der umfassendsten Suchmaschinen bzw. Quellensammlung zu diesem Gebiet entwickelt www.alternativemedicine.com Das Portfolio besteht u.a. aus den 150 häufigsten Beschwerden und ihre Behandlung, einem Katalog der Heilkräuter, einem Führer zu Wechselwirkungen zwischen pharmakologischen Medikamenten und Naturmitteln sowie einem Archiv.

Noch mehr Aktuelles im Juni 2006

Für den Relaunch und den Ausbau des Portals www.qualimedic.de stehen Finanzmittel in sechsstelliger Höhe bereit. Damit soll die Kernkompetenz der Arzt-Patient-Kommunikation gestärkt werden: „Ein Medizinlexikon ins Internet bringen kann jeder, aber eine Online-Poliklinik mit 53 Beratungssprechstunden haben nur wir“, meinte Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Dr. Norbert Schmitz-Koep. Er sieht in der ärztliche Beratung eine Alleinstellung im Vergleich zu allen anderen Gesundheitsportalen.
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Das Portal www.lifeline.de hat sich ein neues Design und eine neue Struktur verpasst (tatsächlich wurde alles in-house mit den eigenen Ressourcen erledigt). Damit konzentriert man sich auf die Schwerpunkte Information und Service, u.a. in den Rubriken „Medizin verstehen“, „Symptomsuche“ und „Zielgruppenportale“. Dazu gibt es Diskussionsforen und Expertenräte.
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Die börsennotierte Kölner DocCheck erwirbt mit Wirkung zum 1. Juli dieses Jahres über ein Tochterunternehmen die Mehrheit (84,6%) an „Albert Geisselmann Medizinbedarf“ zu einem nicht genannten Preis. Vorher hielten die Rheinländer 33,3%, Geisselmann soll als Standort Ost für die Handels- und Logistkaktivitäten ausgebaut werden.

Bewertungen, Ranking, Register

Eine Navigationshilfe will das „Gesundheitsregister“ sein. Die Studie „Benchmarking Websites Pharma 2005“ bewertet zum siebten mal die Wertigkeit der Internetauftritte von Pharmaunternehmen für Patienten, Ärzte und Apotheker. Mehr als 2200 Angebote von 100 Firmen wurden ermittelt, 1.200 für Patienten und 1.000 für Fachkreise.
Das Benchmarking erfolgte anhand eines Bewertungsrasters getrennt für Patienten und Fachkreise. Außerdem wurde nach 18 Krankheitsbildern indiziert. In den Top Ten finden sich in wechselnder Reihenfolge fast alle Unternehmen, große und kleine, forschende und Generika-Anbieter. Das Benchmarking-Projekt ist eine Initiative von ConSert Online Service Pharma und dem Privaten Institut für Medizin & Gesundheitspflege. www.gesundheitsregister.de

Aktuelles im April 2006

Die internationale „Gesellschaft zum Übermäßigen Schwitzen“ startete ihr englisches Angebot www.sweathelp.org Dort gibt es u.a. Auszüge aus dem 50-Seiten-Buch „Teen Sweat 101“, Tipps zur Vermeidung und Beeinflussung der Transpiration. Ungefähr 3% der westlichen Bevölkerung leiden an so starkem Schwitzen, dass ihr soziales Leben eingeschränkt ist und/oder psychische Belastungen entstehen. Insbesondere Jugendliche fühlen sich belastet.
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Das Anwerben von Probanden kann die Zeit von der Entwicklung bis zur Vermarktung („time to market“) von Produkten der Pharma- und Medizintechnik-Industrie signifikant verkürzen. Dieses Ergebnis weist die Studie „Accelerating Clinical Trials: Budgets, Patient Recruitment and Productivity“ erstmals definitiv nach. Immerhin „vergeudet“ jeder nicht genutzte Tag bei Blockbustern bis zu 8 Millionen Euro. Als Beispiel führen die Autoren die Studien-Homepage von Merck an, die mehr Wirkung hatte als Rundfunk- und Anzeigenwerbung. Eine kostenlose Zusammenfassung unter www.acceleratedclinicaltrials.com
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Die Anfang April gelaufene Themenwoche Krebs innerhalb der ARD fand ihren Niederschlag im Mini-Portal. Es gibt Infos zu allen Aspekten der Krankheit von Früherkennung und Prävention, Leben mit Krebs bis hin zu Chancen gegen Krebs.
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Der Thieme-Verlag bietet auf seinen Studentenseiten Via medici Kliniken die Möglichkeit, sich auf Imageseiten ihren zukünftigen Mitarbeitern vorzustellen. Für ehemalige Studenten gibt es auch eine Ärzte-Jobbörse. Via medici erzielt monatlich rund 350.000 Page-Impressions.