Gekauft, um verkauft zu werden

Wie zu erwarten war: Nach dem Kauf der Mehrheit an der OnVista AG stehen deren Nicht-Finanz-Beteiligungen auf dem Prüfstand. Die französische Boursorama SA (Tochter der Société Générale), die inzwischen über 80% der Anteile hält (siehe hier unsere Meldung), veranlasste einen Strategiewechsel. Vorrangig ist der Betrieb von www.onvista.de und der Börsen-Community www.tradingbird.de. Für andere Beteiligungen soll das “Marktinteresse sondiert” werden.
Auf der Sondierungsliste stehen www.ligatus.de (Vermarktung) www.namendo.de (Adressenhandel) sowie www.Ad2Net.de (Bannerschaltung). Betroffen und zum Verkauf stünde damit aber auch insbesondere das Gesundheitsportal OnMeda. Über konkrete Käuferinteressenten im schwierigen Markt der übergreifenden Online-Portale ist noch nichts bekannt.

Kurznachrichten Dezember 2007

Ende dieses Jahres verlässt Geschäftsführerin Silke Haffner im gegenseitigen Einvernehmen mit der Muttergesellschaft Holtzbrinck eLAB das Portal www.netdoktor.de Nachfolger wird Philipp Graf Montgelas, ehemals leitend bei Onmeda.
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Für Anfang April 2008 ist in München der Kongress der “International Association for Hyperthermic Oncology” anberaumt. Die Onlineplattform für das Event nebst Abwicklung entwickelte CODE64, ebenfalls aus München. Die gesamte Organisation wird dort gebündelt.
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Wer sich ein Bild vom Entstehen einer integrierten Online-Kampagne (Stichworte eDetailing, Micro Shop, Buzztracking …) machen und dabei einer etablierten Internet-Agentur über die Schulter schauen möchte, kann den eCampaigning-Wiki nutzen. Die Kölner Antwerpes AG lässt, ganz im Sinne von Web 2.0, auch den interessierten Leser seinen Senf dazugeben.

Klimakatastrophe und anderes

Klimakatastrophe und Bio-Boom wirken natürlich auch ins Internet. Im November dieses Jahres startete die erste unabhängige Plattform für Konsumenten, die sich mit strategischem Konsum und nachhaltigen Lebensstil beschäftigt: www.utopia.de. Innerhalb von zwei Wochen registrierten sich ohne Marketing- oder Werbemaßnahmen mehr als 3.500 Nutzer. Themen rund um Gesundheit sollen demnächst noch ausgebaut werden.
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Ein Internetportal für trauernde Eltern geht online www.internettherapie-trauernde-eltern.de. Psychotherapeuten aus Münster bemerkten die Lücke in der Arbeit mit Eltern, die während oder kurz nach der Schwangerschaft ihr Kind verlieren. Diese Trauer bezeichnen sie als das stärkste Gefühl, mit dem sie in ihrer Praxis konfrontiert werden. Das Konzept der Online-Hilfe besteht aus einem Mix aus schriftlichen “Hausaufgaben” und Interaktion.
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Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Abgedroschen, aber wahr, auch oder gerade im Internet. Wer geeignete Fotos günstig einkaufen möchte, kann bei pitopia nachschauen. Dort liegen fast 100.000 Fotos bereit; in Druckqualität zu 29,95, für Online-Zwecke zu 2,99 Euro.

Diverses im November 2007

Der erste Marketingverbund von Ärzten für Ärzte (genanntes Vorbild ist Intersport für die Sportfachhändler-Branche) geht an den Start. Träger der www.partnerarzt.de – nicht zu verwechseln mit www.arztpartner.de der DKV – ist die Medical Managementgesellschaft für komplementäre Medizin mbH. Geboten werden gemeinsame Vermarktung, Managementlösungen, Werbung und das Bündeln von Ressourcen.
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Den ersten Platz bei der Wahl zum OnlineStar 2007, dem größten europäischem Publikumspreis, belegte www.gesundheit.de innerhalb der Kategorie „Gesundheit und Wellness“. Veranstaltet werden die Wahlen seit neun Jahren von der Verlagsgruppe Ebner Ulm. gesundheit.de wird betrieben vom Pharmagroßhändler Andreae-Noris Zahn.
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Wohl auch der Web 2.0 Schiene entsprungen ist DocInsider. Ziel ist „Transparenz bei Patientenversorgung, indem Patienten und Ärzte in den gemeinsamen Dialog gebracht werden.“ Auch hier Ärzte-Empfehlung (Bewertung), Fragen und Antworten sowie ein Diskussionsforum über Gesundheitsthemen.

Web eins, zwei, null

Das neue Unwort im Netz heißt Web 2.0. Was in dessen Namen alles verzapft wird, geht nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. Auch im Gesundheitsbereich muß der Hype um das Buzzword für manch markige Ankündigung herhalten. Die jeweilige Relevanz wird sich noch zeigen.
Mit Webblogs und Wikis (zwei weitere Begriffe aus dieser Liga) startet www.gesundheitswerkstatt.de , das sich selbst als das erste Gesundheitsportal auf Web 2.0 Basis bezeichnet. Fast am gleichen Tag startete www.coliquio.de. Nach eigenen Worten Web 2.0 für Ärzte für mehr Qualität in der Medizin. Das Forschungsprojekt der Hochschule Konstanz stellt sich vor als Expertennetzwerk für Ärzte – kostenlose und unabhängige Kommunikationsplattform für schnellen Informationsgewinn und fundierte Entscheidungen.
Aber auch die von der gesetzlichen Kasse Securvita unterstützte healthpool setzt auf das Web 2.0: Revolution im Gesundheitswesen: Jetzt kommt die Macht des Web 2.0 mit ganz neuem Potential. Ob Ärzte gut sind oder schlecht, darf kein öffentliches Tabu bleiben.

Medizin-Portal und Apotheken-Kiosk

Nachdem die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Redakteur im Sommer beendet wurde, betreibt Geschäftsführer Dr. Florian Korff das Portal medizin.de in Eigenregie mit freien Redakteuren. Dazu werden neue Inhalte erstellt, z.B. im Ratgeber A-Z, die werbefrei und unabhängig bleiben. Gleichzeitig werden thematisch passende Bücher und Angebote einer Versandapotheke präsentiert.
Eine Quervernetzung mit www.apotheke.de liegt nahe, Korff ist ebenfalls Geschäftsführer der Apotheke.de Portal GmbH. Diese hatte mit der Eröffnung des ersten von mehr als 50 geplanten „Apotheken-Kiosk“ Aufmerksamkeit in der Branche erregt. Die Kunden können dort ihre Rezepte einscannen, die Lieferung erfolgt per Versand. Die ABDA reagierte durch ihren Präsidenten Heinz-Günter Wolf außergewöhnlich scharf auf diese Ankündigung.