Healthness Studie mit Geschwurbel

Jeden Tag prasselt eine Menge Presse- und/oder PR-Meldungen auf den PharmaFlash-Redakteur ein. (Fast) Alle werden zumindest überflogen, nur bei wenigen bleibt was hängen – leider nicht immer positives sein. Ein Beispiel für eine meiner Meinung nach kontraproduktive PR-Mitteilung ist die der Zukunftsinstitut GmbH – Internationale Gesellschaft für Zukunfts- und Trendberatung
 – für ihre Studie „Healthness.“

healthness marketing sprache

Marketing braucht treffende Worte: Healthness

Da reihen sich doch eine Menge von sinnlosen oder albernen Marketing-Sprech-Phrasen aneinander und erzeugen ein (schon wieder lesenswertes?) Werbung-Geschwurbel: „Dennoch ist Gesundheit als Thema allgegenwärtig und durchdringt alle Bereiche unseres täglichen Lebens.“ „Gesundheit wird zum sinnstiftenden Element der Gesellschaft.“ „Smarte Technologien treiben die Demokratisierung von Gesundheit voran“ (die beiden letzten Thesen müssen aber

Schnell verstorben – Googleplus

Das augenscheinlich als Konkurrent zu facebook gestartete Google+ ist – bevor es überhaupt gelebt hat – schon tot. Das meint jedenfalls RJ Metrics in einer Studie herausgefunden zu haben (die deutsche Zusammenfassung hier, der ausführliche us-englische Originalartikel hier.

Google+ ist nicht der Renner

Einige Schlagworte daraus: „Gescheitertes Projekt“, „… als soziales Netzwerk tot“, „Fehlschlag“. Sinngemäß: „ohne aufgezwungene Anmeldungen wäre noch weniger los“, „fast ein Drittel der Nutzer, die einen öffentlichen Eintrag schreiben, verfassen nie einen zweiten.“
Objektivieren lässt sich das Studienergebnis nicht, da Google sich nicht in die Karten schauen lässt. PharmaFlash, der investigative Blog :-) klickte geschwind eine Auswahl an Homepages mit Pharma-Bezug an, hier das nicht repräsentative Studienergebnis:

Praxissuche mit Schranken

Noch ein Online-Angebot mit einer Arztsuche startet seine Dienste: vdek-arztlotse.de. Wie der Domain-Bestandteil vdek für „Verband der Ersatzkassen“ schon andeutet (deren Homepage ist hier und nicht hier – letzteres sind die Deutschen Edelkatzenzüchter und -liebhaber), handelt es sich um einen Service von Barmer, Techniker & Co.

rollstuhl

Praxissuche für Patienten mit Behinderungen

Dieser hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Suche nach Ärzten zu ermöglichen, die besonders auf Menschen mit Behinderungen eingerichtet sind. Beispiel: Praxis ist ebenerdig und/oder für Rollstuhlfahrer gut zu erreichen, Blindenführhunde etrlaubt etc.
An sich sehr lobenswert, aber noch nicht 100% fertig. Zum einen finden sich auf einzelne Anfragen noch technische Fehler „script produced no output“, was aber hinnehmbar ist. Zum zweiten ist die Schriftgröße nicht zu verändern, diese Funktion ist jedenfalls

Kurier-Muster – Warum tun sich Pharma Big-Player das an?

Pharmaunternehmen bekommen von allen Seiten mediale Prügel, bei vielen Publikationen liegt das Pharma-Bashing im Trend. Da werden sicherlich manchmal Ameisen zu Elefanten aufgeblasen, doch in diesem Fall fasst man sich an den Kopf: Wie konnte das einem Big-Player passieren?

Muster Paket

Muster per Kurierpaket

Der unstreitige Sachverhalt zusammengefasst, Einzelheiten im Spiegel der sich wiederum teilweise auf das „arznei-telegramm“ beruft: Bayer sandte an niedergelassene Praxen Muster eines neuen Medikamentes, das diese allerdings vorher nicht angefordert hatten, was nach den einschlägigen Vorschriften aber zwingende Voraussetzung wäre. Der „Trick“: die Musterpackung – lilafarben, wie der Spiegel berichtet – kam per Kurier in die Praxis, der sich zuerst eine Anforderung und dann sofort den Empfang quittieren ließ. Die Stellungnahme Bayers

Richter wollen keine Online-Behandlung

Es war nur eine Frage der Zeit, wann die erste Klage kommt: Handelt es sich beim Expertenrat einer medizinischen Online-Plattform um eine unzulässige Fernbehandlung? In der noch nicht rechtskräftigen Entscheidung des Landgerichts I München (17 HK O 20640/11) wurde es qualimedic.de bei Androhung von 250.000 Euro Ordnungsgeld untersagt, ihren Service fortzuführen (SZ vom 12. April 2012, Printausgabe).

Pflasterrolle

Helfen Pflaster auch online?

Das Gericht hielt die individuellen Antworten der Ärzte nicht mehr für (zulässige) redaktionell allgemeine Gesundheitsaussagen, sondern um Einzelfallberatungen. Darüber betrieben die Ärzte „fragwürdige Eigenwerbung“. Geklagt hatte der „Verband Sozialer Wettbewerb“ mit Sitz in Berlin.
qualimedic gehört seit Mitte des Jahres 2010

.med weltweit, meldet euch!

Auf der Startseite von DocCheck prangt ganz oben der Banner „Ran an .med!“. Der Chef des Kölner Unternehmens fordert: „Heute brauche ich Ihre Hilfe: DocCheck möchte die Top-Level-Domain .med als Internetadresse für medizinische Inhalte etablieren.“

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.med kostet

Was steckt dahinter? Die ICANN, letztlich eine von der US-Regierung gesteuerte Organisation, nimmt bis April Bewerbungen um die Verwaltung neuer TLDs (Top Level Domains) an. Neben den etablierten TLDs wie .com oder .de wird es demnächst z.B. auch .med geben, andere Kandidaten sind .hamburg, .film oder .canon. Technisch ist jede beliebige Buchstabenkombination möglich.
Es geht aber – wer hätte das gedacht – nicht nur für DocCheck keineswegs darum, .med zu „etablieren“, es geht um die Chance, viel Geld zu verdienen. Zuerst muss der kommende Verwalter zwar tief in die Kasse greifen, allein die Bewerbergebühr macht die Kleinigkeit von 185.000 US-Dollar