Katzenschnurren macht gesund

Was es nicht alles so gibt. Ein österreichisches Unternehmen bietet ein Mittel gegen Rückenschmerzen, Lendenwirbelproblemen und Arthrosen – Zielgruppe und potentieller Kunde dürfte damit (fast) jeder über 40 sein. Aber auch bei „verstopfenden Atemwegen, Atmungsstörungen bei Asthma und Lungenerkrankungen mit massiver Schleimbildung“, ja sogar bei Leistungsschwäche hilft, aufgemerkt, die Katzenschnurr-Therapie (Pressemitteilung hier).

Es ist leider auf der Website nicht zu erkennen, wie das Gerät aussieht oder angewandt wird und leider gibt es auch keine Preisangabe

Gelder für Bewerter: docinsider, yelp und qype

Man muss sich ja manchmal wundern, wie die zig Bewertungsportale im Allgemeinen und die Arztbewertungsportale im Besonderen auf die Dauer überleben wollen. Bezahlte Einträge schmecken dem Nutzer gar nicht und zuviel Werbung tut sich sowieso schwer. Die Zielgruppe ist mit kleinen mobilen Geräten unterwegs, da ist kaum Platz für die üblichen Banner.

Aktuell gibt es zwei Beispiele, wie es weitergehen kann: frisches Geld oder Fusion. Eine Kapitalerhöhung „in sechsstelliger Höhe“ führte www.DocInsider.de durch, das inzwischen nach eigenen Angaben die Gewinnschwelle erreicht hat. Die Gesamtinvestitionen seit der Gründung im Jahre 2007 liegen damit im mittleren einstelligen Millionenbetrag. Zu den zwölf Gesellschaftern zählen u.a. in der Szene bekannte

Risiko, Falschbehandlung? Test vs. DrEd

Immerhin ein halbes Jahr hat es gedauert, bis die nicht unerwartete Warnung kam. Die Stiftung Warentest rät davon ab, sich von „der von deutschen Ärzten von London aus betriebene Online-Praxis namens DrEd“ behandlen zu lassen“. PharmaFlash berichtete im November des letzten Jahres vom Start dieser Plattform (hier, siehe dazu auch hier), und fragte sich, wann wohl der erste Querschuss kommt.

Das knappe und vernichtende Fazit von test.de, gewonnen mittels zweier Scheinanfragen: „Reale Patienten gehören nicht in eine virtuelle Arztpraxis. Das Risiko einer Falschbehandlung ist immens.“
DrEd, inzwischen auch in der Schweiz und in Österreich aktiv, reagierte mit einem offenen Brief, in dem die Vorwürfe detailliert sowohl medizinisch als auch juristisch zurückgewiesen werden. Zitat: “ … Risiken einer Behandlung durch DrEd entstehen im Wesentlichen durch böswillige und gezielte Täuschungen …“
Laut eigenen Angaben wurde der Dienst von Oktober 2011 bis ca. Juni „von mehr als 15.000 Patienten besucht“. Schnell gerechnet

medquarter.de am Ende: Offline

Nach vier Jahren (siehe die damalige PharmaFlash-Meldung hier) kam das schnelle (aber nicht unerwartete?) Ende. Eine Woche vorab mit einer knappen Mail an die eingeschriebenen Nutzer angekündigt, ist seit Anfang Juli medquarter.de vom Netz; trotz erheblicher Investition in etablierte Agenturen und zB einer persönlichen Befragung einiger Nutzer vor Ort zu ihren Verbesserungsvorschlägen.

Medquarter wollte an der „Schnittstelle zwischen Healthcare Professionals und Industrie hochseriöse und effiziente Kommunikation“ bieten, u.a. mit einem Forum, einem Literaturdienst sowie Fachbeiräten.
Augenscheinlich war die Akzeptanz zu gering, die optimistischen Pläne nicht zu halten. In den USA ist der in Japan aus dem Umfeld von Sony gestartete Anbieter erfolgreich. Auch hierzulande durchaus bekannt betreibt er dort zB

Healthness Studie mit Geschwurbel

Jeden Tag prasselt eine Menge Presse- und/oder PR-Meldungen auf den PharmaFlash-Redakteur ein. (Fast) Alle werden zumindest überflogen, nur bei wenigen bleibt was hängen – leider nicht immer positives sein. Ein Beispiel für eine meiner Meinung nach kontraproduktive PR-Mitteilung ist die der Zukunftsinstitut GmbH – Internationale Gesellschaft für Zukunfts- und Trendberatung
 – für ihre Studie „Healthness.“

Da reihen sich doch eine Menge von sinnlosen oder albernen Marketing-Sprech-Phrasen aneinander und erzeugen ein (schon wieder lesenswertes?) Werbung-Geschwurbel: „Dennoch ist Gesundheit als Thema allgegenwärtig und durchdringt alle Bereiche unseres täglichen Lebens.“ „Gesundheit wird zum sinnstiftenden Element der Gesellschaft.“ „Smarte Technologien treiben die Demokratisierung von Gesundheit voran“ (die beiden letzten Thesen müssen aber

Schnell verstorben – Googleplus

Das augenscheinlich als Konkurrent zu facebook gestartete Google+ ist – bevor es überhaupt gelebt hat – schon tot. Das meint jedenfalls RJ Metrics in einer Studie herausgefunden zu haben (die deutsche Zusammenfassung hier, der ausführliche us-englische Originalartikel hier.

Einige Schlagworte daraus: „Gescheitertes Projekt“, „… als soziales Netzwerk tot“, „Fehlschlag“. Sinngemäß: „ohne aufgezwungene Anmeldungen wäre noch weniger los“, „fast ein Drittel der Nutzer, die einen öffentlichen Eintrag schreiben, verfassen nie einen zweiten.“
Objektivieren lässt sich das Studienergebnis nicht, da Google sich nicht in die Karten schauen lässt. PharmaFlash, der investigative Blog :-) klickte geschwind eine Auswahl an Homepages mit Pharma-Bezug an, hier das nicht repräsentative Studienergebnis: