.med weltweit, meldet euch!

Auf der Startseite von DocCheck prangt ganz oben der Banner „Ran an .med!“. Der Chef des Kölner Unternehmens fordert: „Heute brauche ich Ihre Hilfe: DocCheck möchte die Top-Level-Domain .med als Internetadresse für medizinische Inhalte etablieren.“

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.med kostet

Was steckt dahinter? Die ICANN, letztlich eine von der US-Regierung gesteuerte Organisation, nimmt bis April Bewerbungen um die Verwaltung neuer TLDs (Top Level Domains) an. Neben den etablierten TLDs wie .com oder .de wird es demnächst z.B. auch .med geben, andere Kandidaten sind .hamburg, .film oder .canon. Technisch ist jede beliebige Buchstabenkombination möglich.
Es geht aber – wer hätte das gedacht – nicht nur für DocCheck keineswegs darum, .med zu „etablieren“, es geht um die Chance, viel Geld zu verdienen. Zuerst muss der kommende Verwalter zwar tief in die Kasse greifen, allein die Bewerbergebühr macht die Kleinigkeit von 185.000 US-Dollar aus. Dazu kommen die laufenden Kosten, irgendwas zwischen 50.000 und 200.000 Dollar im Jahr (Schätzung der ICANN).
Doch: Geld kommt durch die Gebühren der Endkunden rein, dr-mueller.med muss natürlich monatlich zahlen. Und war so viel, dass es sich für den Registrar rechnet, ob der nun DocCheck oder z.B. Mitbewerber TLDinvest heißt.

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