Autor: PharmaFlash

Krebs-Zwillinge online finden

Mit vollmundigem Marketing-Sprech startete Anfang Oktober 2013 esperity „Connecting Cancer Patients“. Die in Belgien beheimatete Plattform möchte nichts weniger werden als das „erste multilinguale soziale Netzwerk exklusiv für Krebspatienten“ (dieses und die folgenden Zitate sinngemäß aus dem Englischen übersetzt von PharmaFlash). Bisher sind als Sprachen (nur) englisch, französisch und holländisch verfügbar. Der erste Schritt eines Nutzers soll sein, einen „Zwilling“ zu finden, der die Diagnose und andere Eigenschaften teilt. Damit sollen Isolation und Informationsdefizit überwunden werden.

wie ein Zwilling

wie ein Zwilling

Momentan scheint das Angebot noch ein wenig dünn zu sein – zu diesem Zeitpunkt kaum anders möglich. Ob mittelfristig genug Teilnehmer zum Erreichen der kritischen Masse erreicht werden? Da müssten noch eindeutige Mehrwerte hinzukommen.
Jeder Nutzer sollte auch einen Blick in die „Datenschutzinformation“ werfen: „Informationen,

Hauen und Stechen um Dr. Ed geht weiter: So geht Marketing

Es war klar, dass es so oder ähnlich kommt: der K(r)ampf um DrEd geht weiter. Die Online Arztpraxis/Apotheke mit Sitz in London wollte ohne persönlichen Arztkontakt das Rezept für die „Pille-Danach“ ausstellen, dort ist dieses Geschäftsmodell ausdrücklich erlaubt. Damit insbesondere die deutschen Besteller (wohl genauer: Bestellerinnen) schnell an das Mittel kommen, war eine Kooperation mit ordermed.de vorgesehen.

Hauen und Stechen um DrEd

Hauen und Stechen um DrEd

Die „üblichen Verdächtigen“ (u.a.: Johannes Singhammer CDU/CSU, Karl Lauterbach SPD) liefen Sturm, der Plan wurde in der Tat (vorerst?) aufgegeben. Es wurde behauptet, dass DrEd vor allem auf derlei Produkte als Türöffner für den deutschen Markt abzielt, indem es den genannten Systemunterschied zwischen deutscher und britischer Gesetzeslage ausnutzt.
Eines lässt sich auf jeden Fall anhand dieser Causa

Erst testen, dann verbessern. (Teil I)

Usability-Optimierung für Websites im Pharma Marketing.
Ein Gastbeitrag von Schwarz & Bold
[Teil II hier]

Viele IT Experten – nicht nur im Pharma Marketing – kennen die Situation: Man hat über Monate hinweg analysiert, konzipiert, Inhalte generiert, KPIs definiert und sogar das Webtracking implementiert. Aber trotz aller vermeintlich richtigen Vorbereitungen kommt das böse Erwachen: Die Absprungrate ist zu hoch ist und die Verweildauer zu niedrig. Ein Großteil der Conversion-Ziele wurde verfehlt.
Oftmals wird dann in einer Art Panik-Reaktion die ganze Website umgestellt. Oder es werden neue Elemente eilig hinzugefügt. Schwarz & Bold schlägt in solchen Fällen vor, einen kühlen Kopf zu bewahren und das Problem von strategisch-analytischer Seite zu betrachten.
Mit der „Usability-Optimierung“ läßt sich die „Kuh vom Eis holen“, ohne neue große Investition, ohne lange Verzögerung. Drei Methoden empfehlen die Pharma Marketing Experten aus Karlsruhe.
1. Online Umfrage – die User besser verstehen.
2. Usability-Test – den Usern über die Schulter schauen.
3. Mousetracking – die User tagtäglich begleiten.

Den richtigen Weg auch im Nebel finden …

Den richtigen Weg auch im Nebel finden …

1. Online Umfrage – die User besser verstehen.
Ein Beispiel aus dem Pharma Marketing: der Relaunch einer Produktwebsite. Sie besprechen intern, welche Ziele Sie mit dem Relaunch erreichen möchten. Dabei stellt sich heraus: Die Marketingabteilung hat andere Schwerpunkte als der Vertrieb, das Produktmanagement hat andere Vorstellungen als die PR-Leitung und so weiter. In solchen Fällen folgen oftmals lange und nervenaufreibende Abstimmungen. Aber warum fragen Sie eigentlich nicht die in diesem Fall wichtigsten Entscheider … Ihre User?
Zusammen mit einem Usability-Experten wird zunächst ein Themenkatalog erstellt: Wie zufrieden

Erst testen, dann verbessern. (Teil II)

Usability-Optimierung für Websites im Pharma Marketing.
Ein Gastbeitrag von Schwarz & Bold
[Teil I hier]

3. Mousetracking – die User tagtäglich begleiten.
Ist Ihre Pharma Marketing Website bereits online? Eine sehr effektive Möglichkeit zur kontinuierlichen Verbesserung ist das Mousetracking. Schwarz & Bold kann die erforderlichen Komponenten in nur wenigen Minuten auf dem Webserver installieren. Sie sind jetzt in der Lage, sämtliche Interaktionen der User zu verfolgen: Mausbewegungen, Klicks und sogar Scroll-Vorgänge. So erkennen Sie schnell, ob Struktur und Navigation verstanden werden oder ob Ihre User sich auf Ihrer Website nicht zurechtfinden. Sie entlarven Fehlerquellen in Formularstrecken und erkennen, ob Seiten mit viel Content auch wirklich bis zum Seitenende hinunter gelesen werden.
Zusätzlichen Aufschluss ermöglichen „aggregierte Heat- und Attention-Maps“: Wie in einem Wärmebild wird dargestellt, wo sich der Cursor am häufigsten aufgehalten hat.

Beispiel für eine Heat- und Attention-Map

Beispiel für eine Heat- und Attention-Map

So lassen sich jene Bereiche identifizieren, die am meisten Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben – und die Bereiche, die die User „kalt gelassen“ haben.
Wichtig im Pharma Marketing:

Viel Allergie

Allergien sind ein Massenphänomen – in zweifacher Hinsicht. Zum einen gilt in Deutschland ein Viertel der Bevölkerung nachweisbar sensibilisiert, wie sich durch Reihen-Laboruntersuchungen zeigte. Zum anderen finden sich Beiträge über Allergien in allen on- und offline-Medien in nicht überschaubarer Größenordnung. Die genannte Zahl von Betroffenen setzt sich ganz überwiegend aus „Heuschnupflern“ mit sehr unterschiedlichen Beschwerdebildern zusammen; der Nachweis von Nahrungsmitteln als Auslöser ist nur schwer zu führen, etwas vereinfacht wird meist von „Unverträglichkeit“ gesprochen.

Heuballen

Heu(Schnupfen) – Volkskrankheit

So oder so, der „Markt“ ist riesig und ruft dementsprechend auch im Internet sehr unterschiedliche Angebote auf den Plan. Neu gestartet ist MeinAllergiePortal mit dem anspruchsvollen Ziel, „zum zentralen Treffpunkt von Allergikern, Lebensmittelintoleranten und ihren Ärzten zu werden …“
Für den kritischen Beobachter

Name her oder Beugehaft – irritierende Entscheidung gegen klinikbewertungen.de

Hohe Wellen (siehe hier Heft 6/13 Seite 73) hat die juristische Aufarbeitung einer vermeintlich beleidigenden Bewertung ausgelöst. In aller Kürze: Nachdem ein vorerst anonymer Nutzer den inkriminierten Kommentar abgab, forderte die angesprochene Person dessen Klarnamen heraus. Der Redakteur verweigerte dies mit Hinweis auf sein Zeugnisverweigerungsrecht – der Eintrag selbst wurde allerdings zeitnah gelöscht.

Beugehaft gegen Namen

Beugehaft gegen Namen

Das LG Duisburg als Berufungsinstanz spricht dem Redakteur letztlich ein Zeugnisverweigerungsrecht ab. Bevor die angedrohte Beugehaft vollstreckt wurde, gab man den Namen heraus; eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht