Autor: PharmaFlash

Gesunde Apps: oft null Nutzen

Für Smartphones soll es mehr als 97.000 deutschsprachige Apps aus dem Themenbereich „Gesundheit“ geben (siehe dazu und zum folgenden auch hier). Diese Zahl überstiege sogar die englischsprachigen, wenn es denn so einfach wäre. Viele dieser Anwendungen sind auf den ersten Blick völlig belanglos und/oder haben nichts gesundheitsrelevantes zu bieten.

Apps in die Tonne?

Apps in die Tonne?

Ein eigener Blick auf irgendeinen der einschlägigen Kataloge lässt zweifeln: was hat z.B. eine „Runtastic Mountain Bike“ – App mit Gesundheit zu tun? Sie zählt die Kilometer einer Radl-Tour und bietet Kartenmaterial – der Zusammenhang mit Fitness ist zwar irgendwie gegeben, aber ist es damit eine Gesundheits-App? Ein weiteres Beispiel „Instant Heart Rate“: misst die Herzfrequenz, indem eine Finger von der Kamera „durchleuchtet“ wird. Sogar ziemlich gut, wie der Tester meint, aber „mit plus minus fünf Schlägen je Minute“ Abweichung. Das könnte schon fast bedenklich sein.
Der zitierte Untersucher meint denn auch: „Der Nutzen … kann von Laien in der Regel nicht beurteilt werden. Ob dies in Einzelfällen eine Gefahr

CME – online ist es schwer

Erstaunlich viele Anbieter tummeln sich in Deutschland im Bereich der Online-CME (continuous medical education). Da das Sammeln bestimmter CME-Punktzahlen für Ärzte weithin verpflichtend ist, erhofften sich diese Unternehmen ein sicheres Geschäft. Doch (natürlich) zahlen Ärzte nach wie vor nur sehr zögerlich, Sponsoring – sprich Präsentation durch Pharmaunternehmen – ist und bleibt die vorrangige Einnahmequelle.

CME - wie geht es weiter

CME – wie geht es weiter

Doch nicht wenige Anbieter bestehen nur noch aus einer leeren Web-Hülle und der Kreis lichtet sich weiter: www.my-cme.de hat die ärztliche Fortbildungsplattform ArztCME übernommen.
Damit entsteht nach eigenen Worten einer der größten verlagsunabhängigen CME-Plattformen. my-cme startete vor acht Jahren als Projekt von health&media aus Darmstadt und der

Aus zwei mach eins

Vor ungefähr einem Jahr wurde das europaweit tätige Bewertungsportal qype vom US-Konkurrenten yelp übernommen, dieser zahlte ca. 19 Millionen Euro (PharmaFlash-Meldung hier).

Aus Zwei mach Eins

Aus Zwei mach Eins

Nach einer zwölfmonatigen Schamfrist vollzieht sich nun, was sicherlich schon von Beginn an geplant war: qype als Domain wurde Ende Oktober abgeschaltet. Der Nutzer findet sich jetzt gleich auf der yelp-Homepage wieder, wo nur noch eine dürre Meldung an qype erinnert.
Bewertungen – auch in den Rubriken Medizin / Arzt / Gesundheit war qype recht verbreitet, wurden nahtlos transferiert. Yelp hat ein sicheres Standbein im Kreis der mobilen Nutzer, da es als wichtiger Apple-Partner gilt.

Marketing mit dem Abfall

Ab in die Tonne! Allerdings landet keineswegs nicht nur unbrauchbares im Restmüll, sondern auch wertvolles. Mittlerweile gehört es fast zum Allgemeinwissen, dass weltweit zwischen einem und zwei Drittel aller Lebensmittel nicht dort ankommen, wo sie hingehören, sondern letztlich im Abfall. Aber auch Medikamente werden weggeworfen, und das nicht zu knapp: laut einer Mitteilung der ABDA beruhend auf Daten von IMS Health entstehen durch Nicht- (oder Falsch-)Einnahme in Deutschland Kosten von erstaunlichen 19 Mrd. Euro (ca. 6% der Ausgaben im Gesundheitsbereich); nicht selten landen die Tabletten einfach im Müll.

Muelltonne

Muelltonne

Regelmäßig fordern die Apothekerverbände zur Eindämmung dieser sinnlosen Belastung für Umwelt und Budget auf („ … der Apotheker kann Hilfestellungen anbieten.“), doch die Pharmaindustrie tut sich hier nicht besonders mit Eifer hervor. Liegt es daran, dass es ihr vordergründig egal sein kann, schließlich sind die Medikamente bezahlt? Vielleicht wäre es mal eines Versuches wert,

Sicher ist sicher?

Die Nutzung der umstrittenen elektronischen Gesundheitskarte ist ab Januar 2014 vorgeschrieben, es wird allerdings noch eine Übergangsfrist eingeräumt. Vorerst wird sie kaum mehr Funktionen bieten als das bisherige System, doch geplant sind umfangreiche Datensammlungen und das „elektronische Rezept“ – irgendwann (dazu benötigt wird auch der elektronische Heilberufeausweis). Nicht nur die (Pharma-)Industrie, auch Krankenkassenverbände und universitäre Forschungsgruppen haben schon längst ihr Interesse an einer (natürlich datenschutzrechtlich unbedenklichen) Nutzung dieser Fundgrube für Informationen bekundet (nur als Einstieg siehe hier oder hier).

datensicherheit

datensicherheit

Eine oder sogar „die“ zentrale Frage lautet nun: Wie sicher ist das System? Dazu hat die Gematik eine Stellungnahme veröffentlicht, die in Zusammenschau mit der Snowden/NSA-Affäre zu lesen ist. Darin steht u.a. sinngemäß: „ … die zum Einsatz kommende TLS-Transportverschlüsselungen sind nicht prinzipiell als unsicher anzusehen seien, sofern … die Vertrauenswürdigkeit der Kommunikationsteilnehmer angemessen sichergestellt werde …“ Zudem sei „… sichergestellt, dass Fachdienste und Infrastrukturdienste … nur innerhalb des deutschen Rechtsraums betrieben werden dürfen.“ Diese Aussagen haben es in sich:

Healthcare-Frauen in die Lobby

Der Begriff „Lobbyismus“ hat in Deutschlands Medien einen ungünstigen, geradezu abwertenden Beigeschmack; die mehr als 2.000 offiziell beim Bundestag registrierten Verbände werden mit Argusaugen beobachtet – wenn ihre Arbeit überhaupt sichtbar ist. Braucht es da noch einen weiteren Verband, der darüber hinaus sogar im besonders kritischen Pharma-Bereich tätig ist? Die Healthcare-Frauen meinen „Ja“.

Lobby-Frau

Lobby-Frau

Der Zusammenschluss „führender Managerinnen aus Gesundheitsunternehmen“ (einige Vertreterinnen hier bringt sich – nach eigener Aussage – „mehr und mehr ins Gespräch, weil sie durch ihre strategische Vernetzung einerseits