Kurz und wichtig im Juni 2007

Der Gesundheitsmarkt rückt immer mehr in den Fokus der IT-Branche, gibt es doch hier (angeblich) “noch was zu verdienen”. Das haben auch die “Big Player” HP und Microsoft erkannt und setzen auf mit “Medical Interconnect” auf die “perfekte Verbindung”. Ziel ist die medienbruchfreie Integration medizinischer Geräte in Anwendungssystemen für das Krankenhaus. Eingebunden werden sollen bisherige Insellösungen wie PACS, KIS, LIMS sowie den Daten aus analogen und digitalen medizinischen Geräten. Das HP Digital Hospital-Portfolio und basiert auf dem Microsoft Connected Healthcare Framework (CHF).
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Verkäufe von Gesundheitsdomains der letzten Wochen: www.beautymagazin.de kostete 1.800,- Euro, www.gesundheitsschule.de 1.100,- Euro, www.dandruff.org 2.000,- US-Dollar und www.wealthywomen.com immerhin 20.122,- US-Dollar; die beiden letzten übrigens mit fast ausschließlich deutschsprachigen Inhalten.
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Bei DocCheck Pro (4,90 Euro/Monat) gibt es jetzt nach einer Kooperation mit MedizinRecht.de eine Urteilsdatenbank, in der Sie kommentierte Urteile und Aufsätze abgerufen werden können.
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Google ist zwar nett, liefert aber insbesondere bei medizinisch-wissenschaftlichen Suchen nicht auf Anhieb Brauchbares. Ein weiterer Versuch, Abhilfe zu schaffen, ist MedStory. Darin integriert ist auch www.meshpubmed.org: wie der Name schon sagt, eine Implementierung anhand des MeSH – Medical Subject Headings. Nachteilig ist vielleicht die Dominanz des Englischen.

Der menschliche Faktor Teil II

Web 2.0 lässt grüßen. Nach Video-, Radio-, Nachrichten- und anderen Community-Portalen ist die Zeit reif für die virtuelle Patientengemeinschaft. Welcher Arzt ist der beste (natürlich rein subjektiv)? Topmedic macht es möglich, der Claim “Der Gute Arzt im Netz” verspricht es. Im Bewertungsportal für Ärzte können Patienten ihre Meinung äußern, anhand dieser Einträge kann sich jeder seinen eigenen Arzt suchen.
Der Betreiber, die Hamburger Niederlassung der französischen TopMedic eurl, ist sich der Gefahr des Missbrauchs bewusst. Geschäftsführerin Barbara Bauer: “Kurz nachdem sie abgegeben wurde, evaluieren wir jede Bewertung redaktionell, damit filtern wir groben Unfug schnell heraus. Außerdem verfügen wir über eine Reihe von technischen wie organisatorischen Betrugssicherungen, die beispielsweise automatisierte Eintragsversuche erkennen und abwehren.”

Der menschliche Faktor Teil I

Gegen Google ist kein Kraut gewachsen. Oder vielleicht doch? Das Manko der übermächtigen Suchmaschinen-Krake ist das mechanisch sture Ranking der gelisteten Seiten nach Hits und Links, inhaltlich gibt es deshalb Schwächen. Eine Alternative könnte die Wertung der Angebote durch menschliche Experten sein. Auf diese Idee sind schon einige gekommen (siehe z.B. web.de oder yahoo.de), doch fehlte letztlich das notwendige Geld zu Bezahlung der Redakteure.
Diese Hürde lässt sich überspringen, indem externe Experten die Bewertung kostenlos erledigen. Diesen Weg möchte das Kölner Technologieunternehmen abracus gehen. In seinem “intelligenten Medizinportal” kann in deutschsprachigen Websites von Kliniken, Ärzten und Spezialthemen kostenfrei recherchiert werden. Dazu stehen alle zurzeit verfügbaren deutschen Krankenhäuser, Arztpraxen und ausgewählte medizinische Sites bereit. Anhand von Suchkriterien soll der “Treffer-Müll” eingeschränkt werden. Als Experte erhält man kein Honorar oder eine andere Form der Zuwendung; dafür definieren diese, welche Bookmarks in das Themenportal aufgenommen werden. Auch eine Eigendarstellung ist möglich.

Aktuelles im Maerz 2007

Das Online-Banking der APO-Bank renovierte die Kölner Agentur Denkwerk. Unter anderem neue Funktionen und eine Guided Tour wurden eingebaut.
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Neu in die Geschäftsleitung im Bereich Gesundheitswesen von Booz Allen Hamilton berufen wurden Tillmann Lukosch, Eva Pineau-Valencienne und Norbert Schnitzler. In diesem stark wachsenden Bereich sieht das Beratungsunternehmen ein deutliches Signal für seine hohen Ziele.
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Neu bei Heye DDB Health ist Dr. Dörthe Besse. Sie soll das internationale Geschäft weiter ausbauen. Besse kommt von Schmittgall in Stuttgart nach Unterhaching bei München.
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Als erste deutsche Pharma-Werbeagentur erhielt die Angela Liedler GmbH das so genannte Google-Zertifikat des Suchmaschinen-Platzhirsches. Damit bewies die Agentur nach speziellen Schulungen und Audits, dass sie den Big-Playern in der Vermarktung von Online-Marketingmaßnahmen in nichts nachsteht.

Gesundes Fernsehen im Internet

Noch im letzten Newsletter fragte sich die Redaktion, wann endlich die Homepage des am 1. April startenden Deutschen Gesundheitsfernsehens DGF online geht. Jetzt ist sie da, dort finden sich auch Erläuterungen zu geplanten Formaten. Das Free-TV-Programm können über Satellit vorerst ca. acht Millionen Haushalte empfangen; das nach eigenen Angaben “interaktive Internetportal rund um den äußerst dynamischen Wachstumsmarkt für Heilberufe und Krankenversicherte” ist für alle da.
Zielgruppe sind alle von 14 bis 89 Jahren, die rund um die Uhr Beiträge geboten bekommen wie “Machen Hamburger wirklich dick?” oder “Müssen es immer Pillen sein?” Bei der Themensuche berät die Bundesärztekammer; das Geld kommt über Spots, Channelpartnerschaft, Titelsponsoring und Telepromotions. Die Pharmaindustrie soll keinen Einfluss auf die Inhalte nehmen dürfen. Ausdrücklich genannter Mitbewerber ist das Pay-TV-Angebot “Focus Gesundheit”.

Vielleicht geht es so weiter

Bei der zweiten Konferenz der Financial Times Deutschland zur Gesundheitswirtschaft wurden zehn Unternehmen im “Ideenpark” präsentiert, die mit ihren “innovative Geschäftsmodellen überzeugen, die das Potential haben, das Gesundheitssystem zu verbessern, die Effizienz steigern und zugleich die Qualität der Patientenversorgung.” Darunter sind vier mit starkem Online-Bezug.
www.xx-well.com mit 180.000 registrierten Nutzern, die automatisch erstellte Tipps für einen gesünderen Lebenswandel erhalten.
Das Telemedizin-Portal des Evangelischen Krankenhauses Düsseldorf, welches mit niedergelassenen Ärzten, Pflegediensten und Rehaeinrichtungen vernetzt. Dort können Entlassungsbriefe, Medikationshinweise, Diagnosen oder Befunde abgefragt und Termine sofort online gebucht werden.
Über das “Epnet” der Hamburger Uniklinik Eppendorf können Patienten ihre Laborwerte, OP-Berichte, Diagnosen und Röntgenbilder abrufen. Sie erhalten dazu Kennwort und einen Zugangsschlüssel.
Im Projekt “Smart Care NRW” will man mit durch Monitoring den Pflegebedarf eines Kranken schnell feststellen. Sensoren in der Wohnung zeichnen die Verhaltensmuster der Patienten auf und sammeln Warnhinweise. Denn weder Angehörige noch ambulante Pflegedienste können pflegebedürftige Patienten rund um die Uhr beobachten.