Traurige Lachnummer: Datapaharm

Ehemals einer der ersten Gesundheits-Dienstleister-Agenturen an der Börse, kann man die letztjährige Entwicklung der Datapharm Netsystems AG aus Germering bei München wohl je nach Sichtweise entweder als traurig oder als Lachnummer bezeichnen.
Der damalige Großaktionär und ehemalige Umzugsunternehmer Klaus Zapf (auf www.firmenpresse.de/pressinfo36998.html wird er als “Berufskläger” und “gewerbliche(r) Prozesshansel” beschrieben – das macht sich PharmaFlash natürlich nicht zu eigen) sowie der Aktionärsverein ICG traten mit diversen kontroversen Anträgen auf den Hauptversammlungen auf, die Vorsitzende des ICG war kurzfristig Alleinvorstand und längere Zeit Aufsichtsrätin.
Wie auch immer, Ende Dezember 2008 wurde Insolvenz angemeldet, schon vorher gingen einige Mitarbeiter und augenscheinlich auch Kunden zum neuen Konkurrenten www.dp-medsystems.de zwei Straßen weiter. Die Firma klingt wohl nur zufällig etwas ähnlich wie das Pleite-Unternehmen.
Die Domain www.datapharm.de wurde inzwischen nebst den CME-Inhalten an MedLearning verkauft. Geschäftsführer ist dort der ehemalige Datapharm-Vorstand Matteo Morelli, dessen indirekter Arbeitgeber die UCA AG ist, und diese war selbst lange maßgeblicher Aktionär bei Datapharm.
Alles klar? Wer detailliert nachlesen möchte, geht auf aktien.wallstreet-online.de/3470.html

ICW Personal

Das eHealth-Unternehmen InterComponentWare AG (ICW, wichtige Produkte befassen sich mit der eGesundheitskarte und eAkte: www.lifesensor.com) hat Dr. Georg Ralle neu in den Vorstand berufen. Als Chief Operating Officer (COO) verantwortet er die Bereiche Marketing, Operations und die gesamte Vertriebssteuerung in Europa, im Nahen Osten und in Afrika. Ralle war 25 Jahre für den (wissenschaftlichen) Springer Verlag tätig, zuletzt Präsident von Springer Business Media.

Massiver Dollarbetrug

Immerhin 126 Millionen Dollar an illegalem Geld hat eine Betrügerbande in den USA ergaunert. Mindestens 18 Apotheker und Ärzte machten gemeinsame Sache, um im Online-Handel mit Medikamenten erhebliche Summen in die eigene Tasche oder die von Strohmännern abzuzweigen. Eine Masche bestand darin, Bestellungen durch Online-Kunden im Sekundentakt “durchzuwinken”; nach den Vorschrift wäre eine aufwendige interaktive Befragung und Kontrolle notwendig gewesen. Die Beschuldigten erwarten zwischen 5 und 25 Jahre US-Gefängnis.