XX-well-com nimmt zu

Der Internetauftritt www.xx-well.com, nach eigenen Worten „Deutschlands führender Anbieter gesundheitsfokussierter Online-Coachings“ wurde vollständig neu gestrickt. Im Bereich „Unsere Coaches“ findet sich die Angebots-Schwergewichte AbnehmCoach, Stop Smoking Coach und ErnährungsCoach, neuerdings auch der Gehirntrainer. Die xx-well.com AG, immerhin schon seit 1999 aktiv, gehört seit drei Jahren mehrheitlich zum Gruner + Jahr Konzern (u.a. „Brigtte“)

Medikamente aus Vegas

Weil es „nicht genügend vertrauenswürdige“ Online-Apotheken gibt, gründete der US-Pharmahändler Rx Corp eine eigene: www.rxbuys.com. Hier sollen „hochwertige Generika zu Massenpreisen, aber mit Sicherheitsgarantie“ verkauft werden. Wo es lang geht, zeigt ein Blick auf die „Best Sellers“ der Homepage: Generic Cialis, Generic Viagra, Propecia, Lipitor, Zyban. Irgendwie passend sitzt rxbuys in Las Vegas.

Haare: So wird Internetmarketing gemacht

Aus einem Lehrbuch für Internetmarketing könnte die Seite www.haarausfall.co.at entnommen sein. Man nehme ein publikumwirksames, oft nachgefragtes Thema (Haarausfall) und stricke darum einige Themenseiten (der Inhalt kann durchaus eher allgemein gehalten sein). Sinnvollerweise geht man dabei auch etwas in die Breite (Haarausfall bei Katzen, bei Hunden …) und schafft, ganz wichtig, ausreichend Platz für entsprechende Anzeigen- und Werbeplätze.
Fertig ist die Homepage, durchaus ambitioniert als Informationsportal bezeichnet. Dass der Nutzen nicht unerheblich auf Seiten des Betreibers liegt (Werbeeinnahmen), steht vermutlich außer Frage. Gegen dieses Geschäftsmodell ist natürlich nichts einzuwenden, jedem Besucher steht es frei, sich seine Infos hier oder woanders zu holen. Im Netz finden sich tausende ähnlich strukturierte Angebote zu allen denkbaren Bereichen. Der Betreiber, auch wenn die URL etwas anderes suggerieren könnte, nicht in Österreich, sondern in Deutschland sitzend, unterhält u.a. auch das Portal www.kfzversicherungsvergleich.net mit ähnlicher Anmutung.

PharmaFlash startet als Blog

Es ist soweit: Nach längerer Vorbereitung erscheint ab heute PharmaFlash in neuer Gestalt. Ab sofort funktioniert PharmaFlash als Blog. Noch sind nicht alle Inhalte der alten Seite übertragen, das geschieht Schritt für Schritt in den nächsten Tagen. Auch gibt es noch vereinzelt englische Menüpunkte. Wir freuen uns, wenn Sie weiterhin unser Informationsangebot nutzen und sich – die Blogsoftware macht es möglich – aktiv beteiligen: viele Beiträge können kommentiert werden.

AWMF Neue Adresse

In der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) sind aktuell 154 deutsche wissenschaftliche Fachgesellschaften aus allen Disziplinen der Medizin aktiv. Bekannt ist die AWMF vor allem durch ihre Arbeit an den Leitlinien www.awmf-leitlinien.de. Jetzt ist es ihr gelungen, sich auch die nahe liegende Domain www.awmf.de zu sichern. Bisher musste der Nutzer www.awmf-online.de oder www.awmf.org ausweichen.

Social communities verboten?

Der Hype um Web2.0 beeinträchtigt die medizinische Schweigepflicht, wie eine Studie des Teams um Katherine Chretien vom VA Medical Center www.washingtondc.va.gov bewies. Bei www.facebook.com und Co. finden sich eine nicht geringe Menge von Einträgen, die genügend medizinische Details enthalten, um den entsprechenden Patienten eindeutig zu identifizieren. Außerdem stellten die Mediziner Obszönitäten oder diskriminierende Statements auch intimen Inhalts über diese Personen ins Netz, Fotos von Betrunkenen oder unter Drogeneinfluss stehenden. Das Abstract der Studie beim Journal of the American Medical Association (JAMA)
Umgekehrt sollen Ärzte nicht zu viel über sich selbst im Netz preisgeben. Besonders gefährlich sind nach einer Untersuchung aus England der Medical Defence Union (MDU), eine Organisation, die Ärzte bei Straf- und Zivilprozessen vertritt, so genannte Flirtseiten, aber auch das bereits erwähnte Facebook. Eine Ärztin bekam penetrant Lilien und Reiseführer zugestellt von einem Patienten, der unbedingt mit ihr ausgehen wollte – sie hatte ihre Vorlieben öffentlich gemacht. Während diese Sache glimpflich ausging, berichtet MDU aber auch über handfeste Übergriffe, wenn “Verehrer” dem Objekt ihrer Begierde z.B. beim Lieblingslokal auflauern, dessen Name öffentlich war. Die Quellen bei JAMA und MDU auf der Homepage mit der Suche nach “facebook”