Autor: PharmaFlash

Peanuts für die Radiologie

Immer wieder ist interessant zu beobachten, was Unternehmer für „knackige“ Domains zu zahlen bereit sind. Unter Millionen Websites einen möglicherweise auch nur kleinen Startvorteil zu erlangen, ist im Google-Zeitalter vermeintlich (?) bares Geld wert. Unmittelbar einleuchtend, dass die 10.500 Euro für fahrradhelm.de per e-Commerce wieder hereinkommen sollen, die 7.500 Euro für wirtschaftspruefer.de (Institut der Wirtschaftsprüfer e.V.) scheinen bei den geprüften Summen sogar eher wenig. Erstaunlich auf den ersten Blick dagegen, dass eine generische Domain wie radiologie-dortmund.de vor einigen Tagen für 3.900 Euro ge- und verkauft wurde; das ist jedenfalls kein Schnäppchen.

Der Kunde ist das Ziel

Der Kunde ist das Ziel

So viel wird für Praxis-Domains nicht gezahlt.
Des Rätsels Lösung ergibt sich beim Klick auf die Domain: zusammen mit den

Preisgewinnende Telemedizin – doch die Verpackung ist nicht gut genug

Der Telemedizin wird eine große Zukunft vorausgesagt – bessere Versorgung bei günstigeren Kosten. Diese Versprechungen der Industrie – seit mehr als 10 Jahren ständig wiederholt – müssen allerdings erst einmal alltagstauglich umgesetzt werden. Und das ist nicht so einfach, wie auch ein aktuelles Beispiel verdeutlicht. Das Produkt hLine-Online.com erhielt nun den Innovationspreis der Initiative Mittelstand in der Kategorie E-Health anlässlich der gerade vergangenen CeBIT aus 4.900 (!?) Bewerbern.

Telemedizin ist nicht genug

Telemedizin ist nicht genug

Der Anbieter HMM verspricht einen „leicht verständlichen Zugang zu einer privaten Gesundheitsakte. Hier können sowohl gesunde, fitnessbewusste Menschen Gewicht und Bewegung, als auch Blutdruck- oder Blutzuckerpatienten ihre medizinisch relevanten Vitalwerte aufzeichnen. Je nach Lebenssituation lassen sich diese Werte tabellarisch und grafisch im Zusammenhang darstellen und an einen Arzt, einen Pflegedienst oder an Angehörige übersenden.“
Das Angebot mag

Britisches schlägt deutsches Recht: DrEd gewinnt

Der Streit gewinnt an Dynamik und Schärfe. Ärztekammerpräsident Frank Montgomery und CDU/CSU Fraktionsvize Johannes Singhammer haben es erkannt. „Hier hat sich ein expansives Geschäftsmodell entwickelt“, (Singhammer) „Diagnose und Behandlung allein über das Internet können nicht im Interesse des Patienten sein“ (Montgomery) – die Rede ist von der aus London operierenden Ärztesprechstunde DrEd.com. Nach deren eigenen Angaben sind seit dem Start vor 15 Monaten mehr als 15.000 Patienten vorstellig geworden. Das sind rechnerisch täglich ca. 35 Kontakte (Visits oder zahlende Kunden? – das bleibt offen).

DrEd in Handschellen?

DrEd in Handschellen?

Zwei deutsche und eine britischer Arzt verschreiben nach Darlegung der Beschwerden vor allem die notorischen Mittel gegen Erektionsstörungen, die „Pille danach“ und Antihypertensiva. DrEd-Sprecher Jens Apermann versichert, alles geschehe nach Recht und Gesetz, die Regeln ärztlicher Praxis werden eingehalten. Er verweist auf das Problem der Geschlechtskrankheiten, der Weg in eine Praxis

Wer will dieses Gütesiegel?

Das Gütesiegel einer neutralen Stelle, die darüber hinaus vermeintlich (?!) auch Kenntnisse der zu beurteilenden Branche hat, adelt jedes Webangebot. So durften sich jetzt fünf Gesundheitsportale darüber freuen, von der Hamburger Stiftung Gesundheit das Siegel „Geprüfte Homepage“ zu erhalten. Nähere Angaben zum Prüfungskatalog finden sich hier.

Wer will das Gütezeichen

Wer will das Gütezeichen

Ein – wie soll man sagen – unguter Beigeschmack stellt sich allerdings ein, betrachtet man die ausgezeichnete

Nicht mit uns! DocCheck will .med nicht mehr

Im vergangenen Jahr sammelte die Kölner DocCheck AG Unterstützer für ihren Plan, die vorgesehene Top-Level-Domain .med verwalten zu dürfen. Alle, die sich für eine Adresse wie dr-hubermeier.med interessieren, müssten diese dann über DocCheck beantragen – und natürlich einen Obulus bezahlen (PharmaFlash berichtete).

Türe zu für .med

Türe zu für .med

Nun wurde bekannt, dass sich die Kölner aus dem Bewerberkreis zurückgezogen haben, eine offizielle

Spät, aber nicht zu spät: Deutschland bewegt sich

Galileo Galilei sagte (angeblich) nach seiner Schweigeverpflichtung: „und sie [die Erde] bewegt sich doch!“ Wie wir heute wissen, hatte er damit recht. Viel zu wenig dagegen bewegen sich bekanntermaßen die deutschen Bürger, was zu mancherlei gesundheitlichen Problemen führen kann. Um diesem Mißstand abzuhelfen, hat eine große Krankenkasse (die Barmer-GEK) die Aktion „Deutschland bewegt sich“ ins Leben gerufen. Mit großem Erfolg zwar, aber leider ohne die entsprechende Domain.

deutschland-bewegt-sich.de

Die BEK bring Deutschland in Bewegung

Das wurde nun nachgeholt, die Barmer GEK hat „deutschland-bewegt-sich.de“ gekauft; gezahlt wurden