Autor: PharmaFlash

Arzt und Marketing 2012: keine Zielgruppe

Bei schwindenden Budgets der Gesundheitsindustrie könnte doch der Arzt selbst vielleicht ein Kunde für Agenturen und Dienstleister sein? Lesenswert für alle, die diesen Gedanken verfolgen: Die Stiftung Gesundheit stellt eine Studie zur Planung des Marketingbudgets der niedergelassene Ärzteschaft vor, die Kurzfassung hier.
Der auswertbare Rücklauf von ca. 3,4 % ist für eine reine Online-Umfrage ohne Nachtelefonieren und ohne Incentive nicht übel (25.000 auf ca. 850). Ob sie damit auch repräsentativ ist, kann natürlich daraus allein noch nicht abgeleitet werden.
Ganz knapp einige Ergebnisse: nur jeder

Frauchen (und Herrchen) informieren sich

Auf dem Feld der Medizinportale tut sich kaum was – netdoktor.de, onmeda.de, medizin.de, qualimedic.de und Co. (hier haben nicht alle Platz) spulen ihr Alltagsgeschäft anscheinend ohne besondere Vorkommnisse ab. Auf dem seit einiger Zeit zu beobachteten Trend der Tiermedizin (siehe PharmaFlash vom Juni dieses Jahres) gibt es allerdings was Neues, das tiermedizinportal.de. Es richtet sich an „alle Tierhalter und Tierinteressierte, die sich

Daten-GAU in der Psychiatrie, erstaunlich!

Der Daten-GAU hat in Schleswig-Holstein stattgefunden. Was Datenschützer und Patientenvertreter als früher oder später „unvermeidlich“ ankündigten, geschah mit ungefähr 2.500 hochsensible Datensätzen. Ganze Krankenakten, einschließlich Briefwechsel zwischen Behörden, Kliniken und Ärzten sowie Befunde von psychisch Schwerkranken aus dem Bundesland waren online „ohne technische Tricks“ im Internet abrufbar und standen ganz bequem sogar zum Download bereit. Der Landesdatenschutzbeauftragte hat freundlicherweise „die Daten gesichert und den Dienstleister kontaktiert“. Letzterer hat den Server vollständig

Was ist die Apotheke wert?

Eine knackige Domain ist bares Geldes wert, verspricht sie doch mehr Besucher. Offiziell gezahlte Summen sind für den deutschen Spitzenreiter kredit.de 890.000 Euro oder international business.com mit 7,5 Millionen US-Dollar; was die sogar noch höher bewerteten, meist verschleiernd „Erotik“-Sites genannten Domains erlösten, mag jeder hier nachlesen.
Nach einer aktuellen Meldung wurde nun apotheke.at für runde 40.000 Euro verkauft. Interessanterweise kommt die Käuferin, Apothekerin

Beipackzettel, das (ungeeignete) Werbe-Vehikel

Beipackzettel sind wohl nicht das, was ein Pharma-Unternehmen als Marketingmaßnahme definiert oder wünscht. Immerhin ist ihre Veröffentlichung – auch die der rezeptpflichtigen Arzneimittel – seit einiger Zeit online möglich. In diesen Tagen ging z. B. Stada mit allen Produkte ins Netz.
Stada gehört damit eher zu den Nachzüglern, andere nutzen die für Patienten meist unerquickliche und erklärungsbedürftige Thematik bereits zur positiven Darstellung ihrer Serviceleistung. So stellt z.B. ratiopharm türkische Infos online, Pfizer gibt ausführliche allgemeine Hinweise

Social oder nicht social, das ist hier die Frage

Ein Gespenst geht um in der (Online-)Marketing-Branche, Bereich Pharma: Social Media. Genauer gesagt, die Angst der etablierten Industrie, den Anschluss zu verlieren. Zwei willkürlich herausgegriffene Links unter wahrlich Tausenden: Social-Media-Knigge für Arbeitgeber; Social Media muss sich lohnen.
Tatsächlich zeigt ein Blick in die Präsenz von Pharmaunternehmen bei einschlägigen Adressen von Twitter, Facebook, Youtube, Flickr & Co. meist wenig