Autor: PharmaFlash

Steilvorlage: Keiner kennt Pharma-Firmen

Ein Argumentationshilfe für PR- und andere Agenturen, die man sich günstiger nicht selbst ausdenken könnte. Wer auf Akquise im Pharma-Umfeld ist, sollte jetzt auf eine Studie (siehe u.a. hier) der Aalener Hochschule für Technik und Wirtschaft verweisen:

„Der Bekanntheitsgrad von Pharmaunternehmen bei der Bevölkerung lässt zu wünschen übrig.“
Projektleiter Dr. Bodo Antonic fand heraus, dass kaum jemand die Namen von Pharmaunternehmen kennt. Das gilt auch dann, wenn der/diejenige selber täglich Produkte dieses Unternehmens nimmt. Nur Bayer, ratiopharm und Hexal identifizierten mehr als 10% der Probanden, alle anderen finden sich unter „ferner liefen …“.
Ein weiteres Argument liefert das Fazit der Studie sogar wörtlich: “Wo die Therapietreue seitens der Patienten sehr niedrig ist, ist der Bekanntheitsgrad der Pharmamarke fast unbedeutend. Das Vertrauen in die Marken … muss im Bewusstsein der Bevölkerung ankommen. Nur dann erfolgt ein Paradigmenwechsel und ein größeres Vertrauen in die pharmazeutischen Unternehmen.“

Hochsensibles Kondom-Marketing

Ein im doppelten Sinne des Wortes hochsensibles Thema (kleiner Kalauer) sind Kondome. Die Verwendung dürfte aus medizinischen und sozialen Gründen unbestritten sinnvoll sein, doch eine übliche Werbekampagne ist nach wie vor in fast allen Regionen der Erde aus vielerlei Gründen nicht möglich. Wie lässt sich unter diesen Voraussetzungen ein „revolutionäres“ neues Produkt im Markt platzieren?

Vor dieser Frage steht der weltweit zu den Marktführern zählende australische Hersteller Ansell, der sein „Premium-Kondom“ aus Polyisopren unter der Marke SKYN(R) nun in China und Brasilien sowie demnächst in Indien, Thailand und Vietnam lancieren möchte.
Die Lösung liegt in einer weltweiten Kampagne mit gleichzeitiger Nutzung aller Kanäle, aber deren regional unterschiedlicher Gewichtung. Neben TV-Spots und Werbetafeln spielt das Internet die Hauptrolle, hier – der Zielgruppe und dem Thema angemessen – die Nutzung von mehr oder weniger

Karriere, erfolgreich

Das kennt jeder: ab und zu fragt man sich, was wohl aus denen geworden ist, deren Namen man seit wer weiss wie vielen Jahren Jahren nicht mehr hörte. So erging es auch dem PharmaFlash-Redakteur, dem im Archiv eine Meldung aus dem Juni 2002 über den damals in Heidelberg tätigen Gunther Eysenbach auffiel (hier).

Bereits vor mehr als zehn Jahren beschäftigte dieser sich mit Cybermedizin und eHealth, seinerzeit ein exotischer Gedanke. Eine Suchanfrage brachte das Ergebnis, dass er nun schon seit einigen Jahren mit einem ähnlichen Forschungsbereich als Dozent im kanadischen Toronto tätig ist.
Scheint also gut gelaufen zu sein für ihn.
Möglicherweise läuft/lief es auch in anderer Hinsicht

Es kann nur eines geben? Meta-Bewertungsportal startet

Die medizinischen Bewertungsportale boomen: Es gibt allerdings vermutlich einige zu viel: zu viele, als dass alle wirtschaftlich überleben können, und so viele, dass die Nutzer verwirrt sind. Was steckt wo dahinter und wieviel wert ist (m)eine Bewertung?

Folgerichtig macht sich in diesen Tagen das erste Metaportal daran, Bewertungen in einem Siegel zusammenzufassen. Das Prinzip von ausgezeichnet.org besteht darin, Bewertungen aus anderen Portalen zu sammeln und in einem Siegel darzustellen.
Die etwas komplizierte Beschreibung auf der Homepage hoffentlich richtig in eigenen Worten komprimiert: Eine Arztpraxis z.B. wurde auf Portal x dreimal „sehr gut“, auf y zweimal „gut“ bewertet, dann darf sie sinngemäß das ausgezeichnet.org-Siegel mit drei goldenen und zwei silbernen Sternen führen – mit Verweis auf die ursprünglichen Portale x und y natürlich.
Die Gründer von ausgezeichnet.org sind die Hamburger

Mit dem Beipackzettel Geld verdienen

Der oft geschmähte Beipackzettel macht wieder einmal von sich reden. Schon im Oktober des letzten Jahres berichtete PharmaFlash.

Zwei weitere Facetten um das kleingefaltete Papier: Zum einen wurde aktuell die Domain beipackzettel.info für immerhin 3.500 Euro verkauft. Neuer Eigentümer ist die Rote Liste Service GmbH (Tochter des BPI und des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller vfa), auf deren bisheriges Angebot www.patienteninfo-service.de weitergeleitet wird. Dort erhalten Sehbehinderte Infos zu Beipackzetteln.
Die Frage, warum nicht die naheliegenderen beipackzettel-info.de oder beipackzettel.de genommen werden, beantwort sich sehr vermutlich wie folgt: Die sind natürlich längst vergeben und zweitens wohl zu teuer.
Eine ganz praktische Anwendung im Werbebereich sieht MWOffice bei Google-Adwords-Anzeigen. Google blockt