Gesicherte Health

Nicht alle „neuen“ TLDs waren oder sind ein Erfolg – sehr zum Mißfallen der Betreiber, die diese meist für viel Geld einkauften. Oder wer hat schon einmal eine Seite aufgerufen mit der Endung .hair .food .newholland oder .wow? Interessiert an einer Registrierung? Dann bitte die jeweiligen Stellen unter meist nic.tld anwählen – statt tld die gewünschte einsetzen, z.B. also nic.wow oder nic.hair.

Stacheldraht

Sicherheit?

Wie dem auch sei, die ebenfalls neue TLD „.health“ steckt noch in den Startlöchern, der Inhaber DotHealth möchte natürlich zum einen gutes Geld verdienen, andererseits aber möglichst nur „Qualität“ zulassen. Das soll der US-Dienstleister LegitScript gewährleisten, der nach eigenen Angaben in ähnlichem Auftrag auch für Google und Microsoft-Bing tätig war und ist. Die kommenden Inhalte müssen Gesundheitsbezug aufweisen und dürfen weder unsicher noch illegal sein sowie „die Gesundheit der Internetnutzer keinen Risiken“ aussetzen. Insbesondere sollen augenscheinlich Versender von Arzneimitteln unter die Lupe genommen werden.
Die praktische Durchführung erscheint allerdings noch nebulös, sollen

Weg mit der Werbung, koste es was es wolle

Fast so alt wie das Internet ist bekanntermaßen das scheinbar nicht lösbare Dilemma: einerseits möchte der Nutzer nützliche Infos – sofort, seriös, kompetent usw. Auf der anderen Seite ist er nicht bereit, dafür zu zahlen – obschon er weiß, dass solche Inhalte „eigentlich“ nicht umsonst bereitgestellt werden können. Spötter aus der Gesundheitsbranche vergleichen es mit den analogen Zeiten: Heilberufler wollen ja auch Fortbildung, Literatur, Praxismaterialien – aber bitte kostenlos …

Werbung verboten?

War bis vor einiger Zeit der Nutzer allerdings der Banner- und Pop-Up-Flut hilflos ausgeliefert, stehen seit einiger Zeit Ad-Blocker bereit oder werden gleich im Browser verdrahtet. Ad-Blocker allerdings geraten wegen der Möglichkeit, sich per bezahltem „Whitelisting“ freizukaufen, selbst in die Schusslinie (siehe z.B. hier oder hier). Der Surfer lässt sich eben auf die Dauer nicht verdummen …
Lösungen, den Nutzer mit ins Boot zu holen nach dem Motto „Du erhältst die Info, wenn wir ‚ganz kurz‘ etwas Werbung einblenden können (bitte kurz als Einverständnis klicken“ liegen da nahe (ein Anbieter hier).
Leider dräut damit schon das nächste Problem: wer kann wirklich

Ein wenig mehr Trump, bitteschön?

Immer wieder passiert spektakuläres, wenn man am wenigsten damit rechnet – diese Binsenweisheit beschreibt das richtige Leben allzu oft (leider). Zwei EILT-EILT-Meldungen schreckten hierzulande nicht nur die Gesundheitsbranche auf: die „Freigabe“ der Medikamentenpreise durch den EuGH und der „postfaktische“ Wahlsieg des Donald T. Haben diese etwas miteinander zu tun?
In Sachen Rx-Freigabe fällt auf, dass bisher darauf wenig bis gar keine Marketing-Resonanz zu spüren war. „Natürlich“ feuerte die betroffene Apothekerschaft heftige Breitseiten ab, doch kam davon etwas beim Verbraucher an? Kaum, diese hoffen nach wie vor, für Medikamente demnächst weniger Geld auszugeben.

Goldfasan ist Trump

Goldfasan ist Trump

Von Seiten der Pharma-Industrie geschah bisher gar nichts. Warum sollten man sich hier die Zunge verbrennen und/oder sich zu weit aus dem Fenster lehnen. Abwarten lautet die Devise.
Ein Donald T. hätte sich diese Gelegenheit sicher nicht entgehen lassen: die bösen, gierigen Apotheker, das blöde Gericht, die geschundenen Verbraucher, der unerbittliche Staat mit seinem Zwangskorsett – irgendwas hätte schon gepasst. Ob das nun stimmt was er sagt, oder überhaupt stimmen könnte oder sich durch Fakten erhärten lassen kann – egal: Stimmung wird gemacht. Daraus kann doch das Marketing nur lernen – oder? Frei nach dem Motto: „Von Trump lernen heißt siegen lernen!“

Nachholbedarf bei Pharma-Vertippern

Zum Thema Internet-Adresse, genauer gesagt, der Domainauswahl (Beispiel: „beispiel.de“) gibt es für Unternehmen der Gesundheits- und Pharmabranche noch einiges zu lernen. Eine sicherlich nach wie vor aktuelle Studie vom Januar dieses Jahres zeigt es auf (Link mit weiteren Infos hier): vor allem bei den (un-)beliebten Vertipperdomains besteht Nachholbedarf.

Rutschgefahr

Rutschgefahr

So registrierte Sanofi anlässlich des Marktstartes von DUPIXENT in den USA zwar mehr als einhundert ähnliche wie depixent.com oder dupicksant.com, die eigentlich notwendige (gemäß der zitierten Untersuchung), nämlich „wwwdupixent.com“ – ohne Punkt nach dem www – allerdings nicht.
Nebenbei: www.dupixent.com (mit dem korrekten Punkt) geht zwar ins Leere, ist aber registriert, siehe hier.
Auch hierzulande sind längst

Darm, Doctor, Domains

Womit findige Leute doch Geld verdienen können! Nach Meldungen der üblichen Verkaufslisten brachte aktuell der Verkauf der Domain darmkur.de immerhin 5.000,- Euro. Neuer Inhaber ist ein Anbieter von Kapseln mit probiotischen Lactosestämmen / -bazillen. Diese sind in Apotheken zur „Stärkung des Immunsystem“ erhältlich. Interessanterweise wird darmkur.de selbst gar nicht genutzt, sondern gleich weitergeleitet auf darmflora.de.

Hier gehts lang

Hier gehts lang

Der Betrag von 5.000 Euro stellt für ein anderes Geschäftsmodell wohl nur die berühmten „peanuts“ dar: die demnächst freizuschaltende TopLevelDomain „doctor“ hat einen Registrar (= Verwalter) gefunden; sie ermöglicht so tolle Adressen wie „termin@lieblings.doctor“ usw. Es handelt sich um das Domain-Start-Up Brice Trail bzw. dessen Mutterunternehmen donuts.
Entgegen den ursprünglichen Zielen,

Fake Jobs und Null Reaktion

Blöd gelaufen, Einzelfälle eben – oder nicht? Der PharmaFlash-Redaktion liegen stichhaltige Belge dafür vor, dass es Agenturen und Unternehmen im Pharma-/Gesundheitsumfeld mit der selbst on- und offline propagierten Verpflichtung zu „guter“ Personal-Unternehmenskultur nicht immer ernst meinen.
Was ist passiert? Zur Verschleierung der echten Personen- und/oder Firmennamen nur soviel: Über den Redaktionstisch wurden im November und Dezember 2015 insgesamt fünf Bewerbungen abgesandt: auf Stellenanzeigen von Agenturen „verantw. Redakteur“, von Dienstleistern „e-Health-Account-Manager“ oder von Pharma-Unternehmen „Junior-PM“ u. ä. Das Profil der Kandidaten passte ganz gut.

So nicht!

So nicht!

Aber: drei der angeschriebenen ließen nie mehr etwas von sich hören (trotz Nachfrage). Einer mailte nach einer Woche, die Stelle ist leider schon besetzt. Letzteres war aber wohl nicht ganz richtig, genau dieses Angebot war unverändert noch weitere zwei Wochen online. Der letzte ließ sich noch einen ausführlichen Lebenlauf senden – dann kam nichts mehr. (Der Bewerber war schon über 50?!)
Fazit: Note mangelhaft. 1) Eine kurze