Da ist nichts …

Wie schon mehrfach berichtet (siehe u.a. hier) machen vorgetäuschte Nutzer(-konten) – neudeutsch gefakte accounts – und automatisierte Eingaben einen nicht unerheblichen Teil des Internet-Traffics aus. Unglaubliche ein Drittel des Datenvolumens erzeugen roboter-gestützte Klicks – für werbende Unternehmen ein Graus. Weitere Spielarten dieses Problems sind maschinelle Bewertungen, die aber ein „echter“ Mensch selbst erkennen können soll (siehe hier).

Da ist nichts drin ...

Da ist nichts drin …

Diese Tatsachen sind für die großen der Branche, die letztlich von den Nutzerzahlen leben, eine existenzielle Herausforderung. Facebook ging offiziell von ca. 5-10% (plus Dunkelziffer?) irgendwie unregelmäßigen Nutzerkonten aus, meint aber, deren Zahl durch intelligente Maßnahmen zurückdrängen zu können.
Vor einigen Tagen gab Twitter seine Einschätzung

heraus: 8,5 % der „aktiven“ Nutzer seien keine Menschen. Soll das im Klartext bedeuteten, unter den „inaktiven“ (mit weniger als 5 Nachrichten pro Monat?) befinden sich noch mehr?
Hier wird es aus nachvollziehbaren Gründen kaum jemals „echte“ Zahlen geben, man wird von mindestens plusminus 5-10% falschen Profilen rechnen müssen. Da keine sinnvolle und/oder technisch einsetzbare Abhilfe in Sicht ist, wird diese Tatsache weiterhin in alle Berechnungen einfließen müssen – auch gegen den Widerstand und das Kleinreden der Betroffenen. Da lässt sich für die Kunden viel Geld sparen.

Comments are closed.