Peanuts für die Radiologie

Immer wieder ist interessant zu beobachten, was Unternehmer für „knackige“ Domains zu zahlen bereit sind. Unter Millionen Websites einen möglicherweise auch nur kleinen Startvorteil zu erlangen, ist im Google-Zeitalter vermeintlich (?) bares Geld wert. Unmittelbar einleuchtend, dass die 10.500 Euro für fahrradhelm.de per e-Commerce wieder hereinkommen sollen, die 7.500 Euro für wirtschaftspruefer.de (Institut der Wirtschaftsprüfer e.V.) scheinen bei den geprüften Summen sogar eher wenig. Erstaunlich auf den ersten Blick dagegen, dass eine generische Domain wie radiologie-dortmund.de vor einigen Tagen für 3.900 Euro ge- und verkauft wurde; das ist jedenfalls kein Schnäppchen.

Der Kunde ist das Ziel

Der Kunde ist das Ziel

So viel wird für Praxis-Domains nicht gezahlt.
Des Rätsels Lösung ergibt sich beim Klick auf die Domain: zusammen mit den analogen Domains für Unna, Kamen, Werne, Witten und schließlich Herdecke lässt sich eine enge stadtübergreifende Plattform erkennen (Für alle Nicht-Westfalen: Die letztgenannten Städte sind allesamt unmittelbare Nachbarn Dortmunds, der Heimat des diesjährigen Vize-Gewinners der Champions-League [Anm. des Red.: „Vize“ hier später eingefügt]).
Die genannten Auftritte sehen nicht zufällig allesamt ähnlich aus, das Ärzteteam überschneidet sich. Radiologie-Dortmund.de musste da einfach erworben werden, um das geplante Bild bzw. den Anspruch einer regional führenden Radiologie-Praxis zu vervollständigen. Und bei den Anschaffungskosten für ein MRT sind knapp 4.000 Euro auch peanuts.

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