Nicht mit uns! DocCheck will .med nicht mehr

Im vergangenen Jahr sammelte die Kölner DocCheck AG Unterstützer für ihren Plan, die vorgesehene Top-Level-Domain .med verwalten zu dürfen. Alle, die sich für eine Adresse wie dr-hubermeier.med interessieren, müssten diese dann über DocCheck beantragen – und natürlich einen Obulus bezahlen (PharmaFlash berichtete).

Türe zu für .med

Türe zu für .med

Nun wurde bekannt, dass sich die Kölner aus dem Bewerberkreis zurückgezogen haben, eine offizielle Begründung findet sich allerdings nicht.
Vermutlich ist zum einen das finanzielle Risiko zu groß, nach Schätzungen der „Domain-Behörde“ ICANN sind jährlich zwischen 50.000 und 200.000 Dollar fällig. Außerdem dräuen unabsehbare juristische Streitigkeiten, da mehrere offizielle bzw. gemeinnützige Organisationen diverser Staaten gegen eine private Vergabe vorsorglich Widerspruch angemeldet haben. Und ein juristisches Verfahren in Domainfragen kann sich in der Tat niemand leisten: Kosten und Ergebnis sind schlichtweg nicht kalkulierbar.

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