Gesunde Apps: oft null Nutzen

Für Smartphones soll es mehr als 97.000 deutschsprachige Apps aus dem Themenbereich „Gesundheit“ geben (siehe dazu und zum folgenden auch hier). Diese Zahl überstiege sogar die englischsprachigen, wenn es denn so einfach wäre. Viele dieser Anwendungen sind auf den ersten Blick völlig belanglos und/oder haben nichts gesundheitsrelevantes zu bieten.

Apps in die Tonne?

Apps in die Tonne?

Ein eigener Blick auf irgendeinen der einschlägigen Kataloge lässt zweifeln: was hat z.B. eine „Runtastic Mountain Bike“ – App mit Gesundheit zu tun? Sie zählt die Kilometer einer Radl-Tour und bietet Kartenmaterial – der Zusammenhang mit Fitness ist zwar irgendwie gegeben, aber ist es damit eine Gesundheits-App? Ein weiteres Beispiel „Instant Heart Rate“: misst die Herzfrequenz, indem eine Finger von der Kamera „durchleuchtet“ wird. Sogar ziemlich gut, wie der Tester meint, aber „mit plus minus fünf Schlägen je Minute“ Abweichung. Das könnte schon fast bedenklich sein.
Der zitierte Untersucher meint denn auch: „Der Nutzen … kann von Laien in der Regel nicht beurteilt werden. Ob dies in Einzelfällen eine Gefahr darstellt, … sollte in Zukunft ernsthaft überprüft werden“. Darüber hinaus gilt: „ … fraglich, weil die Zielgruppe für die Apps über 65 Jahre alt ist und nur 18 Prozent dieser Personen über ein Smartphone … verfügen.“
Fazit: Die Gesundheits-Apps sind bisher wenig durchschlagend, der Nutzen scheint fraglich und das Erreichen der Zielgruppe ist nicht gegeben. Hier wird noch einige Zeit ins Land gehen, bis hilfreiches auf dem Markt ist.

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