Kraken – Hilft nur noch Abschalten?

In diesen Tagen bleibt an Facebook kaum ein gutes Haar. Die ‚Krake‘ sammelt augenscheinlich nicht nur mehr oder weniger ungefragt und/oder unerkannt auf einer ganzen Menge Websites eine ganze Menge Daten, diese werden darüber hinaus wohl auch für zweifelhafte Analysen und Kampagnen ausgewertet. Wenig überraschend weiß offiziell niemand nichts genaues und Schuld sind sowieso immer die anderen. (Stichworte für eine erste Recherche bei https://duckduckgo.com: ‚facebook cambridge analytica‘).
Wie auch immer: PharmaFlash hat auf die Schnelle eine – wissenschaftlich nicht repräsentative, aber eindrückliche – Website-Stichprobe von Pharmaunternehmen, Agenturen, Gesundheitsportalen, aber auch von Selbsthilfegruppen oder (selbsternannten) „kritischen“ oder „alternativen“ Anbietern von Gesundheitsinfos besucht. Wir haben keinen einzigen gefunden, der keine „Tracker“ einsetzt.
Wer sich informieren möchte: hier ein Einsprungpunkt zur juristisch sehr wackeligen Konstruktion: ‚Facebook Pixel erweiterter Abgleich‘ in einem fundierten Beitrag.

Krake

Krake


Warum tun sich die Betreiber das an und machen sich angreifbar? Das muss jeder für sich überlegen. PharmaFlash hat

u.a. wegen dieser Diskussion und des baldigen Inkrafttretens der Datenschutz-Grundverordnung DSGVO übrigens jedes Tracking von seiner Homepage entfernt. Bisher wurde zwar ’nur‘ das von deutschen Datenschützern ausdrücklich empfohlene piwik.org genutzt – aber dennoch.
Ein vermutlich schwacher Trost am Schluss: verglichen mit „Tante Gugel“ gilt Facebook unter Datenkraken-Experten als kleiner Fisch.

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